WK unterstützt baltisch-adriatische Achse

Neue Nord-Süd-Verbindung bringt große Vorteile für Wirtschaft, Umwelt und Bevölkerung

Klagenfurt (OTS) - Begrüßt hat heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher die Informationsoffensive von Landeshauptmann Gerhard Dörfler für die Baltisch-Adriatische Achse in Brüssel. Diese neue hochrangige Verbindung zwischen Ostsee und Adria sei für Kärnten von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Pacher:
"Infrastrukturachsen sind immer auch Wachstums- und Wohlstandszonen, wir unterstützen deshalb die Initiative des Landes Kärnten."

Dieser mögliche neue europäische Verkehrskorridor sei umso wichtiger, weil sich im vergangenen Jahr die Häfen Venedig, Triest, Koper und Ravenna zur NAPA (North Adriatic Port Association) zusammengeschlossen und Entwicklungsprojekte im Wert von 3,4 Milliarden Euro in Planung hätten. Dazu gehören der Ausbau der bestehenden Anlagen in Triest-Monfalcone zu einem "Superhafen", der statt der heutigen 300.000 eine Umschlagkapazität von 3,2 Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Unit, eine Maßeinheit für 20-Fuß-Standardcontainer) erreichen soll, das Terminal "Autostrade del Mare" (ein Teil für Container und ein Teil für den Hochseeverkehr in Venedig) und ein Container-Terminal in Koper. Ziel dieser Kooperation ist es, im Warenverkehr mit Asien den nordeuropäischen Häfen Rotterdam und Antwerpen durch kürzere Transportwege zum ost-und südosteuropäischen Markt Konkurrenz zu machen. Pacher: "Die Schienenachse von den Ostseehäfen am Baltischen Meer nach Wien und Bratislava wurde von der EU bereits als vorrangiges Projekt eingestuft. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass auch die Verlängerung in Richtung Süden zu den Nordadriahäfen aufgenommen wird, damit auch EU-Kofinanzierungsmittel etwa für den Semmering-Basistunnel und die Koralmbahn zur Verfügung stehen."

Für die Wirtschaftsdynamik im Süden Österreichs sei diese Anbindung mitentscheidend, unterstrich Pacher. Die Betriebe könnten ihre Transporte zeit- und kostengünstiger abwickeln und in neue Märkte mit neuen Absatzchancen eintreten. Die Terminals in Kärnten und der Steiermark hätten dabei die Chance, zur Güterverkehrsdrehscheibe in den Südosten Europas zu werden. Hinzu komme die Möglichkeit, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, außerdem gäbe es weniger Emissionen und Unfälle. Pacher: "Die Anbindung an diese neue Verkehrsachse und damit an internationale Warenströme ist für die wirtschaftliche Zukunft Südösterreichs entscheidend."

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