Berlakovich: Private Lagerhaltung für Schweinefleisch tritt in Kraft

Deutliches Zeichen für die Stabilisierung des Schweinemarktes

Wien (OTS) - Nächste Woche tritt die Verordnung der Kommission zur Privaten Lagerhaltung von Schweinefleisch in Kraft. Die Eröffnung dieser marktstabilisierenden Maßnahme wurde von Österreichs Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und anderen Mitgliedsstaaten im Agrarministerrat gefordert. "Der massive Druck der durch den Dioxin-Skandal in Deutschland auch auf unsere Schweinebauern ausgeübt wird, ist völlig unbegründet und gefährdet ihre Existenz. Der Schweinemarkt ist aktuell in der Krise, daher sind sofortige Stabilisierungsmaßnahmen notwendig. Ich habe deshalb im Agrarministerrat dafür plädiert, dass die EU-Kommission rasch Signale setzt und den Konsumentinnen und Konsumenten Vertrauen signalisiert. Und das mit Erfolg. Die Private Lagerhaltung als Entlastungsmaßnahme seitens der EU ist ein deutliches Zeichen für die Unterstützung des Marktes", so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich.

Unternehmen, die Schweinefleisch auf eigene Kosten und eigenes Risiko lagern, erhalten demnach von der EU Lagerkostenbeihilfen gestaffelt nach Fleischkategorie, das heißt für den jeweiligen Zuschnitt. So beträgt der Lagerkostenzuschuss beispielsweise für 90 Tage pro Tonne für Schweinehälften 376 Euro, für Schinken, Schultern, Vorderteile, Kotelettstränge 416 Euro, für Schinken, Schultern ohne Knochen 459 Euro, für Bäuche, wie gewachsen 343 Euro, für Bäuche, wie gewachsen, ohne Schwarte 369 Euro und für Teilstücke "middles" 373 Euro. Außerdem sind noch Lagerzeiten von vier oder und fünf Monaten möglich. Nach der Auslagerung gelangt das Schweinefleisch wieder auf den Binnenmarkt oder kann auch schon nach zwei Monaten für den Export bestimmt werden. Sollten es die Marktlager erfordern, kann die Kommission weiters den Einlagerungszeitraum verlängern.

"Ich spreche mich generell für ein neues Lebensmittelmodell in Europa aus. Es muss europa- und weltweit endlich zu einem Umdenken kommen. Der permanente Preisdruck ist ein Türöffner für Gaunereien. Mir geht es vor allem darum, dass die Konsumentinnen und Konsumenten nicht irregeführt werden", so Berlakovich abschließend.

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