Neues Volksblatt "Kakophon" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 28. Jänner 2011

Linz (OTS) - Ist in der Musik von Kakophonie die Rede, dann meint man damit Tonfolgen, die unangenehm oder unästhetisch klingen. In der Politik umschreibt man Dissonanzen oder Unstimmigkeiten dann mit Kakophonie, wenn es ganz arg durcheinander geht.
Ein Paradebeispiel für Kakophonie ist die Debatte über die Wehrpflicht. Allerdings geht es nicht um die Debatte, die über die Parteigrenzen hinweg geführt wird, sondern um das, was innerhalb der SPÖ passiert. Dass die Genossen genau wissen, wie es mit der Wehrpflicht weitergehen soll, kann man nach der Lektüre diverser Aussendungen der letzten Tage nicht behaupten.
"Schluss mit dem Zwangsdienst für tausende junge Männer", sagt Parteisekretärin Rudas, junge Menschen könnten sich sechs wichtige Monate sparen.
"Ein soziales Jahr für alle", sagt indes die Junge Generation in OÖ, und zwar verpflichtend. Und: Man solle dieses Jahr auch beim Bundesheer absolvieren können.
Doch bei welchem Bundesheer? "0 Monate sind genug, Bundesheer abschaffen", fordert der Chef der Sozialistischen Jugend Österreichs.

Und die SJ in OÖ wieder will genau das nicht, was die Junggenossen im eigenen Bundesland fordern: Pflichtdienste seien abzuschaffen.
So rot, so kakophon.

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