Gemeinsam engagiert - gut integriert

6. Integrationskonferenz des Landes Vorarlberg - LR Schwärzler kündigte Vorarlberger Integrationspreis an

Bregenz (OTS/VLK) - Die Beiträge von Vereinen für das interkulturelle Leben in Vorarlberg standen im Mittelpunkt der 6. Integrationskonferenz des Landes, die heute, Donnerstag, im Bregenzer Festspielhaus über die Bühne ging. Die Veranstaltung sei nicht zuletzt ein wertvoller Beitrag im Rahmen des Europäischen Freiwilligenjahr 2011, sagte Landesrat Erich Schwärzler: "Gerade über das freiwillige Engagement in den Vereinen und in den Gemeinden können Impulse für die Integration gesetzt werden."

Dieser Aspekt ist auch im Integrationsleitbild des Landes Vorarlberg verankert: "Teilhabe und Teilnahme fördern und dadurch den Zusammenhalt stärken", heißt es darin. Landesrat Schwärzler dazu:
"Die vielen Vereine in den Gemeinden Vorarlbergs sind die Basis für vielfältige Möglichkeiten des Dialogs und der Begegnung. Das freiwillige Engagement von Menschen unterschiedlicher Herkunft - mit und ohne Migrationshintergrund - ist ein Gewinn für die Gemeinschaft."

Ende Februar dieses Jahres wird das Land den 1. Vorarlberger Integrationspreis 2011 ausschreiben, kündigte Schwärzler an: "Damit wollen wir Projekte und Aktivitäten auszeichnen, welche die Begegnung zwischen Zugewanderten und Mehrheitsbevölkerung fördern und die ganz oder zum Teil mit freiwilliger bzw. ehrenamtlicher Beteiligung umgesetzt wurden." Zur Teilnahme an dem Bewerb werden alle engagierten Personen, Vereine, Institutionen und Gemeinden eingeladen.

Der Leiter des Zukunftsbüros, Manfred Hellrigl, verdeutlichte in einem Referat, welchen Umfang und welche Bedeutung freiwilliges Engagement in Vorarlberg schon hat. Rund 164.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger engagieren sich freiwillig - als Ehrenamtliche in Vereinen oder z.B. in der Nachbarschaftshilfe. "Das ist ein großer Schatz, den wir hüten müssen. Denn Engagement schafft Lebensqualität, stiftet Sinn und bringt die Menschen zusammen", sagte Hellrigl.

Die Integrationskoordinatorin des Landes, Carmen Nardelli, unterstrich in ihrem Vortrag die Notwendigkeit zum beiderseitigen Entgegenkommen: "Die soziale Integration ist ein dynamischer, langfristiger, kontinuierlicher und in beide Richtungen gehender Prozess des aufeinander Zugehens von Zugewanderten und Aufnahmegesellschaft." Unter den fast 4.500 Vereinen in Vorarlberg sind rund 120 Migrantenvereine, die sich der Pflege des Brauchtums und der Folklore des jeweiligen Herkunftslandes, aber auch sozialen, religiösen oder sportlichen Aktivitäten widmen. Immer mehr dieser Vereine richten ihr Engagement auf das Zuwanderungsland - also auf Vorarlberg - aus und suchen eine stärkere Beteiligung, so Nardelli.

Praktische Erfahrungen und Anregungen aus den Vereinen heraus zum Thema Integration kamen im Rahmen einer Podiumsdiskussion zur Sprache. In der Runde vertreten waren Vereinsfunktionäre der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, des interkulturellen Chorprojektes "West-östlicher Diwan", des Dachverbandes für serbische Vereine in Vorarlberg, der Türkisch Islamischen Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich (A.T.I.B.) und des Frauen- und Bildungsvereins Mimosa.

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