Scheele präsentiert Initiative "Gesund durch die Schwangerschaft ohne Alkohol"

Schon kleine Mengen Alkohol können Kind schädigen - mit 0,0 Promille auf der sicheren Seite

St. Pölten, - (OTS/SPI) - Dem Thema Alkohol in der
Schwangerschaft wird in unserer Gesellschaft, sowohl in der Bevölkerung als auch im Ärztekreis, zu wenig Beachtung geschenkt. Aus diesem Grund stellt die niederösterreichische Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele im Zuge einer Pressekonferenz am 27. Jänner 2011 ihre neue Initiative "Gesund durch die Schwangerschaft ohne Alkohol" vor. Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr.in Sabine Fiala-Preinsperger erklärte sie ihre Beweggründe: "Diese Initiative hat nicht das Ziel Mütter mit dem erhobenen Zeigefinger zu belehren oder gar moralisch zu verurteilen. Jede Frau weiß, dass man sich in der Schwangerschaft keinen Rausch antrinken sollte. Doch es gibt keinen gesicherten Grenzwert, schon kleine Mengen Alkohol, etwa das berühmte Glas Sekt zum Anstoßen auf einer Feier, können ernstzunehmende Folgen für das Kind haben. Auf dieses Problem möchte ich aufmerksam machen und zwar nicht nur die Mütter, sondern auch die Väter und die Gesellschaft im Allgemeinen."

Dr.in Sabine Fiala-Preinsperger macht die möglichen Auswirkungen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft drastisch deutlich: "Alkohol kann vom Ungeborenen nicht abgebaut werden und wirkt damit wie ein Zellgift." Von der Mutter getrunken gelangt er über die Plazenta in den kindlichen Kreislauf und wirkt unmittelbar schädigend auf die Zellen, die Zellteilung und somit auf die gesamte Organentwicklung. In der Folge kann es zu dauerhaften Behinderungen, Schädigungen und Fehlentwicklungen wie Untergewicht, Minderwuchs oder Missbildungen am Herzen kommen, was als fetales Alkoholsyndrom bezeichnet wird. Diese stellt neben der Trisomie 21 die häufigste Ursache für eine angeborene mentale Entwicklungsverzögerung und geistige Beeinträchtigung des Kindes dar. Landesrätin Scheele ergänzt: "Daraus muss die Empfehlung abgeleitet werden, dass bereits bei bestehendem Kinderwunsch ganz auf Alkohol verzichtet werden sollte."

Um festzustellen inwieweit die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher für das Thema Alkohol und Schwangerschaft sensibilisiert sind, beauftragte Gesundheitslandesrätin Scheele im Dezember 2010 das Meinungsforschungsinstitut marketagent mit der Durchführung einer niederösterreichweiten Online-Studie mit über 400 TeilnehmerInnen. Scheele betrachtet die Studienergebnisse mit gemischten Gefühlen: "Ein Ergebnis, das wir in dieser Form durchaus so erwartet haben und auf das wir letztendlich auch die Planung unserer Initiative ausgerichtet haben: Positiv ist, dass die Mehrheit der befragten Frauen, fast 80 Prozent, über die Gefahr von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft Bescheid weiß. Andererseits hat ein nicht unbeträchtlicher Teil der Frauen, nämlich über ein Fünftel, angegeben, in der Schwangerschaft Alkohol konsumiert zu haben." Der Konsum von kleinen Mengen an Alkohol wird offensichtlich nach wie vor gesellschaftlich als unproblematisch angesehen.

Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher schätzen dies offensichtlich selbst so ein, gab doch die Mehrheit der Befragten an, die Bevölkerung sei ihrer Ansicht nach nur mittelmäßig oder wenig über die Auswirkungen von Alkohol in der Schwangerschaft informiert. Dieser Informationsmangel soll laut Scheele durch die Initiative "Gesund durch die Schwangerschaft ohne Alkohol" behoben werden. "Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse und der Niederösterreichischen Apothekerkammer eine Kooperationsvereinbarung zur Verteilung von Informationsmaterial an sämtliche Mutterberatungsstellen und auch Apotheken. Ich freue mich, dass alle Beteiligten hier an einem Strang ziehen und daran arbeiten dieser Initiative zum Erfolg zu verhelfen. Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass es hier um die Gesundheit unserer Kinder geht und um Schädigungen, die sich durch Aufklärung und Sensibilisierung in diesem Bereich sehr einfach verhindern lassen."

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andreas.fiala@noel.gv.at
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