KSV-LiLi: Wien wird zu Teheran

Antifaschistischer Protest wurde erneut untersagt

Wien (OTS) - Heute wurde die antifaschistische Demonstration zum WKR-Ball von der Wiener Polizei untersagt. Wie bereits im letzten Jahr wurde aus fadenscheinigen Gründen nur eine Standkundgebung zugelassen - diese sollte am Praterstern stattfinden, also in ca. 6 km Entfernung zum internationalen rechtsextremen Tanzevent in der Wiener Hofburg.

Rosa Krasnaya, Aktivistin des KSV-LiLi dazu: "Wir lassen uns nicht verarschen. Daher wurde die Anmeldung seitens der Veranstalter_innen auch zurückgezogen. Besonders empörend ist hierbei dass antifaschistischer Protest ausgerechnet am Gedenktag für die Opfer der Shoah verboten wird. Die Einschränkung der Versammlungsfreiheit in diesem Land nähert sich mittlerweile den Zuständen in Teheran und Taschkent an. Die bürgerlichen Parteien jenseits der extremen Rechten sollten sich überlegen, ob das wünschenswert und international vertretbar ist."

Dennoch schließt Krasnaya kämpferisch: "Aktuell zeigt sich weltweit, dass Versammlungsverbote auch in autoritären Regimen nicht haltbar sind. Für uns ist nach wie vor der Schwur von Buchenwald gültig: Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel."

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Rosa Krasnaya
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