VRVis-Symposium - Visual Computing Trends 2011

Internationale Top-Speaker bringen mehr als 300 Gäste in das TechGate

Wien (OTS) - Am 26. Jänner 2011 fand im TechGate Vienna zum
zweiten Mal das Visual Computing Trends Symposium statt. Vier internationale Experten aus dem Bereich Visual Computing gaben einen Ausblick in die Zukunft des Forschungsgebiets und diskutierten mit über 300 Gästen aus 17 Ländern.

Im Jahr 2009 wurde das Visual Computing Trends Symposium vom Wiener Forschungszentrum VRVis (VRVis - Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH) gegründet, mit dem Anspruch, alle zwei Jahre herausragende Persönlichkeiten aus dem Bereich nach Wien zu holen. "Das starke Besucherinteresse bei der zweiten Veranstaltung zeigt, dass Visual Computing weiterhin ein heißes Thema sowohl für Forschung als auch Industrie ist." freut sich VRVis Geschäftsführer DI Georg Stonawski.

Visual Computing ist jener Wissenszweig der Computerwissenschaften, der sich mit dem Umgang von visuellen Informationen beschäftigt, wie z.B.: Bilder und Bildsequenzen in einem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang. Visual Computing hat sich aus der methodischen Verschmelzung von Bildaufbereitung, Computervision, Computergrafik und Visualisierung entwickelt und ist zum Innovationstreiber der gesamten Branche geworden.

Es referierten und diskutierten:

Prof. Dr. Pat Hanrahan (Stanford University, USA): "The Future of Visual Analytics"
Prof. Dr. Helmut Pottmann (KAUST, Saudi Arabien) "The Future of Geometric Modeling"
Prof. Dr. Bernt Schiele (MPII Saarbrücken, Deutschland): "The Future of Computer Vision"
Dr. Jos Stam (Autodesk, Kanada): "The Future of Rendering"
Prof. Dr. Werner Purgathofer (VRVis und TU Wien) -Veranstaltungsleiter

Die aktuellen Trends zeigen sich wie folgt:

Im Bereich Computer Vision sind viele kritische Komponenten vorhanden, die Zukunft sollte eine Zusammenführung dieser Komponenten zu einem Ganzen bringen um dadurch noch mehr Lösungen zu ermöglichen.

Visual Analytics wird in Zukunft eine noch nähere Verbindung von Informationsvisualisierung und Datenbanken bringen. Durch die stetig wachsende Anzahl an gespeicherten Daten wird die effiziente Nutzung von visuellen Werkzeugen immer wichtiger.

Im Rendering zeigen Filme wie Avatar, wohin die Zukunft geht. Wirklich spannend wird es werden, wenn eine Figur in eine virtuelle Welt gesetzt wird, und dort selbst interagiert.

Im Bereich Geometric Modeling wird die "Intelligenz" der Modelle weiter zunehmen. Dadurch werden nicht nur Oberflächen abgebildet, sondern Zusammenhänge ermöglicht. So soll in Zukunft eine "automatische Vervollständigung" von z.B. Architekturmodellen ermöglicht werden, ähnlich wie in Textprogrammen, wo Worte automatisch vervollständigt werden.

Alle Vortragenden waren sich einig, dass ein Zusammenrücken der Einzeldisziplinen, aber auch die Kooperation mit ganz anderen Wissenschaftsbereichen in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen wird.

Wien als Visual-Computing Zentrum

"Die Tatsache, dass so renommierte Forscher unserer Einladung gefolgt sind, zeigt den Stellenwert der "Wiener Gruppe" in der weltweiten Visual Computing Gemeinschaft. Durch exzellente Forschungsergebnisse sind die Forscherinnen und Forscher des VRVis auf allen wichtigen Konferenzen vertreten und errichten dadurch ein internationales Netzwerk." zeigt sich der wissenschaftliche Leiter des VRVis, Prof. Dr. Werner Purgathofer zufrieden. "Es freut mich zu sehen, dass an dieser Veranstaltung auch zahlreiche Industriepartner teilnehmen. Ein wesentlicher Anspruch des VRVis ist es ja, die wissenschaftliche Forschung mit der industriellen Entwicklung zu verbinden und so einen Wettbewerbsvorteil für österreichische Unternehmen zu erzielen." resümiert DI Georg Stonawski.

Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Österreichische Computer Gesellschaft (OCG), der TU-Wien und Eurographics organisiert; mit Unterstützung des ZIT die Technologieagentur der Stadt Wien GmbH und VITE - Vienna IT Enterprises.

VRVis - Fast Facts

VRVis ist Österreichs führendes Forschungs- und Entwicklungsunternehmen auf den Gebieten der Virtual Reality und Visualisierung und wesentlicher Teil von einer der größten europäischen Forschungsgruppen im Bereich Computergrafik (gemeinsam mit dem Institut für Computergraphik an der TU Wien und der Akademie der Wissenschaften).

VRVis versteht sich als Brücke zwischen Forschung und Industrie und bietet sowohl Auftragsforschung als auch Entwicklung von Produkten an. Die Forschungstätigkeit von VRVis umfasst neben der Grundlagen- vor allem angewandte Forschung und bietet somit tatsächlich Forschung am Puls der Wirtschaft. Das VRVis beschäftigt derzeit rund 60 ForscherInnen und ist aktiver Partner der Forschungsinitiativen des Bundes und der Stadt Wien.

Rückfragen & Kontakt:

VRVis - Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung
Forschungs-GmbH
Mag. Georg Rothwangl
(Innovation Manager / Wissenschaftskommunikation)
Tel.: +43(1)20501 30105
mailto: rothwangl@vrvis.at, www.vrvis.at

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