FPÖ-Gudenus: FPÖ bringt dringlichen Antrag betreffend Reform des Wiener Jugendwohlfahrtsgesetz 1990 ein

Fall Cain hätte verhindert werden können

Wien (OTS/fpd) - Entsetzen und Betroffenheit herrschen nach dem grausamen Mord an einem Dreijährigen, dem kleinen Cain, der vom serbischen Freund seiner Mutter totgeprügelt wurde, so der Klubobmann der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Johann Gudenus.

Dieser jüngste Anlassfall, der brutale Mord am kleinen Cain durch den Partner der Mutter, weckt Zweifel am derzeitigen System des Kinder-und Jugendschutzes betreffend häusliche Gewalt. Um solche Gewalttaten an Kindern, insbesondere wie im Fall Cain mit dem allerschlimmstem Ausgang künftig weitgehend verhindern zu können, ist eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Polizei und Fürsorge dringend notwendig, so Gudenus.

Es bedarf daher in diesem Zusammenhang der Einrichtung einer "Gewalt-Transparenzdatenbank" durch die Polizei, auf die das Jugendamt und die betroffenen Stellen der Jugendwohlfahrt uneingeschränkt Zugriff haben. In Zukunft sollen dadurch diese zuständigen Stellen Informationen über jene Personen erhalten, die bereits auf Grund von Gewalttaten jedweder Art straffällig wurden, eine Haftstrafe verbüßt haben und in einem Haushalt mit Kindern leben.

Die Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft beklagte in den letzten Jahren regelmäßig in ihren Berichten diese personelle Ausdünnung der Jugendwohlfahrt. Sie hat eindringlich davor gewarnt, dass durch diesen Engpass der Auseinandersetzung mit neuen Phänomenen und Problemen immer weniger Rechnung getragen werden kann und die funktionierende Zusammenarbeit aller zuständigen Stellen in Gefahr ist, so Gudenus weiter.

Darüber hinaus müssen die Mitarbeiter/innen der Jugendwohlfahrt sich in intensivster Weise mit vielschichtigen Problemlagen auseinandersetzen und dabei schwierige Entscheidungen treffen. Der Volksanwaltschaft fiel in diesem Zusammenhang auf, dass gerade die juristische Fortbildung zu kurz kommt.
So gibt es lediglich eintägige Einführungsseminare, das Platzkontingent ist äußerst beschränkt.

Ebenso wurde kritisiert, dass für Mitarbeiter/innen der MA 11, die bereits lange im Bereich der Jugendwohlfahrt tätig sind, keine Verpflichtung zu fortlaufender Weiterbildung zu juristischen Themenbereichen bestehe. Dies wäre aber aus Sicht der VA unbedingt erforderlich, da sich einerseits die gesetzlichen Grundlagen im Bereich des Familienrechts in den letzten Jahren stark verändert haben und sich andererseits die Rechtsprechung permanent weiterentwickelt, so Gudenus.

Die FPÖ-Wien bringt aus diesem Grund einen dringlichen Antrag betreffend der Reform des Wiener Jugendwohlfahrtgesetzes 1990 ein. Fälle wie die des kleinen Cain müssen unbedingt verhindert werden, schließt Gudenus. (Schluss)paw

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ-Wien, Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0004