Gahr: Einigung zu den faschistischen Relikten in Südtirol wird endlich Realität

ÖVP-Südtirolsprecher gratuliert SVP zu diesem historischen Schachzug

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Auf Initiative der Kammerabgeordneten der Südtiroler Volkspartei (SVP) Siegfried Brugger und Karl Zeller hat der italienische Kulturminister Bondi eine Lösung im lange anschwelenden Konflikt um die immer noch existierenden faschistischen Relikte in Aussicht gestellt. ÖVP-Südtirolsprecher Abg. Hermann Gahr zeigt sich heute, Donnerstag, sehr erfreut über diesen historischen Moment, auf den viele schon lange gewartet hatten: "Der SVP ist ein historischer Schachzug gelungen. Es ist eine langjährige Forderung somit umgesetzt und ein Teil der faschistischen Geschichte Italiens gemeinsam aufgearbeitet worden."

Die Vereinbarung sieht vor, dass sowohl am Siegesdenkmal in Bozen als auch an den Beinhäusern in Burgeis, Gossensass und Innichen erklärende Tafeln angebracht werden, die den historischen Hintergrund erläutern werden. Weiters sollen sämtliche faschistischen Abbilder und Reliefs an öffentlichen Gebäuden entfernt werden, wobei das besonders umstrittene Mussolini-Relief am Finanzgebäude auch abgetragen wird. Für das Alpini-Denkmal in Bruneck (Kapuziner Wastl) wird einvernehmlich eine neue Lösung erarbeitet werden.

Neben dieser Einigung hinsichtlich der faschistischen Relikte fordert Gahr auch eine Lösung für die noch immer offenen Fragen in der Südtirolfrage. "Es geht um die Begnadigungen der in Abwesenheit verurteilten Freiheitskämpfer, es geht um die Orts- und Flurnamen, und es geht um die Weiterentwicklung der Autonomie. Die italienische Regierung ist weiter gefordert, den Südtirolerinnen und Südtirolern ihre Rechte uneingeschränkt zu gewähren", so Gahr.

Mit der Einigung über die Zukunft der faschistischen Relikte sei der SVP eine große Überraschung gelungen, zu der ihr zu gratulieren sei. "Mein Dank gilt den Kammerabgeordneten Brugger und Zeller, die mit viel Verhandlungsgeschick dieses historische Ergebnis erzielen konnten", schließt Gahr.
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