Diskussion um Donauprojekt: Wer über Schifffahrt spricht, sollte Beteiligte miteinbeziehen!

Wirtschaft fordert mehr Transparenz und Moratorium des geplanten Projektes bei Bad-Deutsch Altenburg

Wien (OTS/PWK047) - Derzeit sorgen Maßnahmen im Rahmen des Naturversuchs Bad-Deutsch Altenburg an der Donau für Diskussionen. Viel wird darüber debattiert, ob der Umweltschutz - womöglich zugunsten der Schifffahrt - außer Acht gelassen wird. Dabei ist der Naturversuch Teil des Flussbaulichen Gesamtprojektes (FGP), dessen oberstes Ziel die Verbesserung der Fahrverhältnisse auf der Donau unter Einhaltung aller notwendiger ökologischer Bedürfnisse ist.

"Doch weder die Umweltorganisationen noch die Nutzer und Leistungsträger - die Schifffahrtsunternehmen vertreten durch die Berufsgruppe Schifffahrt in der WKÖ - werden bei der Konzeption des Naturversuchs ausreichend eingebunden", kritisiert Wolfram Mosser, Berufsgruppenobmann Schifffahrt in der Wirtschaftskammer Österreich.

Dies zeigt auch der gestern, Mittwoch, von der planenden Gesellschaft via donau abgehaltene Runde Tisch, zu dem Vertreter der Schifffahrt nicht einmal eingeladen waren. Umweltorganisationen sind dem Runden Tisch ihrerseits ferngeblieben, weil sie - ebenso wie die Schifffahrt - umfassende und transparente Informationen über den Naturversuch vermissen.

Jetzt sei zu befürchten, dass entgegen den Hauptintentionen des FGP-Projektes weder ein Konsens mit den Umweltorganisationen, noch verbessernde Maßnahmen für die Schifffahrt verwirklicht würden, warnt Mosser. "Durch die geplanten Maßnahmen wie Uferrückbau, Buhnenentfernung und Kiesbeigabe während der Baumaßnahmen kann es zu einer dramatischen Verschlechterung der Bedingungen für die Schifffahrt kommen. Das haben bereits Erfahrungen aus dem Uferrückbau bei Witzelsdorf gezeigt".

Das Flussbauliche Gesamtprojekt dient der Verbesserung der gewässerökologischen Situation des Nationalparks Donauauen. Die Schifffahrt sieht ihre Position in der hohen Umweltverträglichkeit und steht für eine nachhaltige Nutzung der Donau. Aus diesem Grunde unterstützt sie die Maßnahmen des Nationalparks.

Mosser: "Wir appellieren daher an die via donau, alle Maßnahmen sofort zu stoppen und gemeinsam mit allen Nutzern und Leistungsträgern an den Verhandlungs- und Planungstisch zurückzukehren". (PM)

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