ÖCV: Wehrpflichtdebatte erfordert mehr Sachlichkeit und weniger Emotion

Der Österreichische Cartellverband (ÖCV) ruft in der aktuellen Wehrpflichtdebatte zu mehr Besonnenheit und vernünftiger Zukunftsplanung auf.

Wien (OTS) - Der Österreichische Cartellverband, mit seinen ca. 12.500 Mitgliedern der größte Studenten- und Akademikerverband Österreichs, zeigt sich verwundert über die kurzsichtige Art der aktuellen Wehrpflichtdebatte. "Es ist enttäuschend, in welch oberflächlicher Weise der Teilaspekt Wehrpflicht auf Zuruf der Medien diskutiert wird", kritisiert ÖCV-Präsident Metzler. Es würde versucht, durch die Diskussion einer Detailfrage der Sicherheitspolitik politisches Kleingeld zu machen und parteipolitische Profilierung zu betreiben.

Dem ÖCV greift die Debatte zu kurz. "Bevor wir die Notwendigkeit der allgemeinen Wehrpflicht diskutieren, müssen wir uns Gedanken über die reale Sicherheitslage und die zukünftigen Anforderungen an das Bundesheer machen", fordert Metzler. Anschließend könne man das Thema Wehrpflicht behandeln. Hinsichtlich der Art der Debattenführung erwarte sich die Bevölkerung von den Verantwortungsträgern und allen Beteiligten eine dem Stellenwert der umfassenden Landesverteidigung entsprechende Seriosität.

Positiv bewertet der ÖCV, dass über eine Reform nachgedacht wird und Wille zu einer Reform vorhanden scheint. "Eine solche Reform muss jedoch alle Facetten der Verteidigungspolitik umfassend berücksichtigen und auf eine breite politische Basis gestellt werden. Keinesfalls sollte sie 'mit dem Kopf durch die Wand' durchgeboxt werden", so Metzler abschließend.

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