AktionsGemeinschaft zu Karl: Säulen-Modell ist auf Sand gebaut

Ausfinanzierung der Universitäten muss oberste Priorität haben

Wien (OTS) - Das gestern von der Wissenschaftsministerin präsentierte hochschulpolitische "Drei-Säulen-Modell" wird von der AktionsGemeinschaft skeptisch beurteilt: "Was nützt den Studierenden ein ambitioniertes Säulenmodell, wenn nicht einmal das Fundament in Form von ausfinanzierten Universitäten fertig gestellt ist? Anstelle drei weiterer halbfertiger Vorschläge muss die Ministerin endlich ein Konzept präsentieren, wie sie die im Regierungsprogramm festgeschriebenen 2% des BIPs für die Universitäten politisch durchsetzen wird", kommentiert Jan-Philipp Schifko, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft, den jüngsten Vorschlag der Wissenschaftsministerin.

Während etwa die Idee von Studierendendarlehen und die dringend notwendige Reform des Stipendienwesens befürwortet wird, stößt der neuerliche Studiengebührenschnellschuss auf Unverständnis seitens der AktionsGemeinschaft: "Bereits im September entpuppte sich ein ohne Absprache mit dem Koalitionspartner vorgestelltes Studiengebührenmodell als politische Totgeburt. Es ist nicht nachzuvollziehen, wieso die Wissenschaftsministerin den gleichen Fehler ein zweites Mal begeht und somit Reformen durch Verknüpfung mit einem Tabu-Thema die Mehrheitsfähigkeit nimmt", zeigt sich Schifko verwundert.

Die AktionsGemeinschaft lädt die Wissenschaftsministerin ein, in einen offenen Dialog mit den konstruktiven Kräften innerhalb der Studierendenschaft zu treten und so endlich die tatsächlichen Anliegen der Studierenden zu erfahren: "Wenn die Bundes-ÖH jede Zusammenarbeit ablehnt und Verhandlungen stets vorzeitig verlässt, hat sie sich als Verhandlungspartnerin und Interessensvertreterin selbst disqualifiziert und schafft somit den notwendigen Platz für neue Köpfe, Ideen und Wege in der Hochschulpolitik", so Schifko abschließend.

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