"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Grasser muss aufklären"

Der Ex-Minister hat in kurzer Zeit viel Geld verdient. Warum versteckt er es?

Wien (OTS) - Warum gründet ein Österreicher eine Stiftung in Liechtenstein, verbunden mit einem komplizierten Firmengeflecht? Eine berechtigte Frage, denn Österreich hat ein attraktives Stiftungsrecht, das vermögende Familien und viel Geld aus dem Ausland anzieht. Wenn jemand nach Vaduz stiften geht, muss er schon gute Gründe haben. Karl-Heinz Grasser wollte sich eine öffentliche Diskussion über sein Vermögen ersparen. Diese Rechnung ging nicht auf, also könnte KHG sein Geld jetzt einer heimischen Bank überweisen, und endlich sagen, woher das viele Geld kommt.
Faktum ist, dass Grasser als Manager der Meinl International Power AG (MIP) einige Millionen kassiert hat. Die Aktie ging im August 2007 an die Börse, Tausende Österreicher zeichneten - und verloren zum Teil viel Geld, während Grasser abkassierte. Große Erfolge seiner Tätigkeit sind nicht bekannt, nach einem Machtkampf um die MIP machte sich Grasser davon, sein Millionen-
Einkommen übersiedelte nach Liechtenstein. Die Steuerzahler, und erst recht alle, die bei der MIP Geld verloren haben, wollen jetzt wissen, wofür Grasser wie viel kassiert hat. Das sollte die Justizministerin auf den weinerlichen Brief Grassers antworten (siehe Seite 4).

Rückfragen & Kontakt:

KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0001