WKÖ: China am Weg zur weltweit größten Wirtschaftsmacht

40-Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Österreich und China - WKÖ als Wegbereiter von Politik und Diplomatie schon seit 45 Jahren in China präsent

Wien (OTS/PWK042) - Anlässlich des heute, Mittwoch, in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) abgehaltenen Forums "Wirtschaftsmacht China" der Außenwirtschaft Österreich (AWO) betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl "die enorme Bedeutung Chinas für Österreichs Wirtschaft, die sich alleine dadurch zeige, dass die Volksrepublik im Vorjahr die USA als wichtigsten österreichischen Außenhandelspartner in Übersee überholt hat." Die österreichischen Exporte nach China legten 2010 um über 40% zu und China war im Krisenjahr 2009 der einzige Top-20 Exportzielmarkt in dem auch Ausfuhrzuwächse verzeichnet wurden. Zwischen 2000 und 2009 steigerten sich die Ausfuhren nach China um 311% - nach Gesamt-Asien machte das Exportplus in diesem Zeitraum zum Vergleich "nur" 93% aus.

"Auf Basis der guten wirtschaftlichen Kontakte mit China wollen wir den Anteil Chinas am österreichischen Gesamt-Export bis 2014 von derzeit zwei auf vier Prozent und das Exportvolumen auf über 4 Mrd. Euro verdoppeln", erklärte Leitl. Um dies zu erreichen, hat die AWO ihr Veranstaltungsprogramm für China ausgebaut. Leitl: "2011 bieten wir über 50 AWO-Veranstaltungen zu China - das heißt jede Woche eine China-Veranstaltung und von den 116 AußenwirtschaftsCentern der AWO stehen alleine sieben in China!" Der chinesische Markt berge ein unglaubliches Chancenpotenzial für österreichische Unternehmen -bedingt durch das starke Wirtschaftswachstum, die steigenden Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung, ein riesiges Absatzpotenzial, den Infrastrukturausbau, ein steigendes Umweltbewusstsein und den enormen Technologiebedarf.

WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz ging in seiner Eröffnungsrede auf das bevorstehende chinesische Neujahrsfest ein: "Das neue Jahr wird das ?Jahr des Hasen?, der in der chinesischen Astrologie nicht nur für Sanftmut und Harmonie steht, sondern auch, so wird behauptet, ein leichteres Geldverdienen begünstigt. Somit scheint, dass der Hase auch ein Vorbote für die weitere erfolgreiche Außenhandelsentwicklung zwischen Österreich und China sein könnte." Das ?Jahr des Hasen? ist auch das Jahr des 40-Jahr-Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und China. Schenz: "Dazu sei aber angemerkt, dass die WKÖ als traditioneller Wegbereiter für Politik und Diplomatie noch länger in der Volksrepublik China präsent ist, nämlich seit 45 Jahren!"

Chen Haosi, chinesischer Minister für Auslandsbeziehungen, wies darauf hin, dass "heuer auch der Startschuss für den zwölften Fünfjahresplan Chinas stattfindet." Schwerpunkte werden u.a. Investitionen in den Infrastrukturausbau sowie erneuerbare Energien und Umwelttechnik sein. Chen: "Österreich ist gerade im Technologiebereich schon in der Vergangenheit ein hervorragender Partner gewesen. Deswegen wollen wir hier die Kooperationen mit österreichischen Unternehmen unbedingt ausbauen."

Helmut Sohmen, einer der erfolgreichsten Auslandsösterreicher aus Hongkong und Stiftungspräsident der Sohmen-China-Stiftung, erwartete, dass "China als eine der Lokomotiven der Weltwirtschaft weiter dampfen wird, wenn auch etwas langsamer als in den letzten Jahren." Bei der Marktbearbeitung müsse man aber beachten, dass China kein Land sei, sondern eigentlich ein ganzer Kontinent, ein Kontinent der Superlative, so Sohmen: "18% der Weltbevölkerung leben in China, China hat die größten Devisenreserven weltweit, China ist der größte Kreditgeber der USA, China ist der größte Kfz-Produzent und die größte Schiffsbaunation der Welt. "Mittlerweile ist China auch die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und wird innerhalb der kommenden zehn Jahre die USA als größte Wirtschaftsmacht zumindest einholen", erwartet Sohmen.

Weitere Vortragende waren Wu Ritu (Generaldirektor des Finanzausschusses des Nationalen Volkskongresses der Volksrepublik China), Oskar Andesner (österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Peking), Georg Zanger (Präsident der Austrian-Chinese Business Association), Gerd Kaminski (Leiter des Österreichischen Instituts für China- und Südostasienforschung) und Herbert Cordt (Aufsichtsratsvorsitzender von RHI, Vizepräsident der Österreichisch-Chinesischen Gesellschaft). Das AWO-Forum wurde in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für China- und Südostasienforschung, der Sohmen-China-Stiftung und der Austrian-Chinese Business Association abgehalten. (BS)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich,
Stabsabteilung Presse
Mag. Bernhard Salzer
Tel.: T:(+43) 0590 900-4464,
F:(+43) 0590 900-263
bernhard.salzer@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0007