VP-Leeb: "WIR SIND WIEN - Festival der Bezirke" benötigt dringend Neuausrichtung

Eine Million Euro für ein Bezirksfestival, ohne programmatischen Einfluss der Bezirke

Wien (OTS) - Im heutigen Gemeinderat hat die ÖVP Wien den Antrag gestellt, die derzeitigen Kosten des Festivals "WIR SIND WIEN -Festival der Bezirke" in Höhe von einer Million Euro mit der Auflage einer Zweckbindung für kulturelle Aufgaben auf die Bezirke aufzuteilen und diesen direkt zukommen zu lassen. Das wären durchschnittlich 43.400 Euro für jeden Bezirk und nicht so wie jetzt nur ca. 3.000 Euro.

Mit der Subvention in Höhe von einer Million Euro haben sich die Kosten für das Festival "WIR SIND WIEN - Festival der Bezirke " innerhalb von nur drei Jahren von 545.000 Euro auf eine Million Euro fast verdoppelt. Gleichzeitig wurde aber der Einfluss der Bezirke auf die programmatische Gestaltung dieses Festivals vom Veranstalter, dem Wiener Volksbildungswerk, das sich jetzt BASIS KULTUR WIEN nennt, aus organisatorischen Gründen massiv eingeschränkt.

"Dies haben wir zum Anlass genommen, die Ziele und den Sinn dieses Festivals zu hinterfragen und auch die Frage zu stellen, wie zeitgemäß ein derartiges Festival überhaupt ist. Denn auch gegenüber dem Steuerzahler ist es eigentlich nicht zu verantworten, ein derart teures Festival der Bezirke zu veranstalten, bei dem die Bezirke praktisch keinen Einfluss mehr auf die programmatische Gestaltung nehmen können und sie und die Bevölkerung in spätstalinistischer Manier zwangsbeglückt werden" , so ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb.

Wie eine entsprechende Neuausrichtung aussehen kann, hat sich die ÖVP Wien ebenfalls überlegt: Es soll ein Jahresmotto vorgegeben werden, zu dem jeder Bezirk neben seinen sonstigen kulturellen Förderungen mit diesen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln ein eigenes Programm zu einem selbst gewählten Zeitpunkt veranstalten kann. Sozusagen Festwochen das ganze Jahr über, ohne sich möglicherweise terminlich mit seinem Nachbarbezirk in die Quere zu kommen.

"Es wird jedenfalls Gespräche geben müssen, wie man die Bezirke in Zukunft wieder besser in das Festival einbindet. Die Unzufriedenheit über die derzeitige Organisationsform ist bei den Betroffenen jedenfalls deutlich zu spüren", so Leeb abschließend.

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