Energieautarkie: BZÖ-Lugar: PR-Slogans von Berlakovich ohne Inhalt

"Wo versteckt Berlakovich seine Energieautarkie-Studie? - Außer Spesen vermutlich nichts gewesen"

Wien (OTS) - "Die Präsentation der so genannten "Energieautarkie-Studie" von Umweltminister Berlakovich war eine Aneinanderreihung von PR-Slogans ohne Inhalt. Powerpoint-Folien statt Fakten, das ist die Energieautarkie aus dem Hause Berlakovich", so BZÖ-Umweltsprecher Abg. Robert Lugar zur heutigen skurrilen Vorstellung des Umweltministers.

Davon abgesehen, stelle sich die Frage, ob Berlakovich sich selbst noch ernst nehmen könne. "Für morgen statt von gestern" - so sein neuester Slogan in Bezug auf die Energieautarkie und den angeblich gestarteten Autarkiefahrplan. Im krassen Gegensatz dazu, brüstet sich Berlakovich jetzt erst Monate nach der Veröffentlichung der Energiestrategie der Bundesregierung mit einer Studie darüber, dass Österreich energieautark werden könne. "Guten Morgen, Herr Minister! Diese Erkenntnis und die entsprechenden Maßnahmen hätten bereits in der Energiestrategie der Bundesregierung eine zentrale Rolle spielen müssen! Dass Österreich energieautark werden kann, ist keine revolutionäre Neuigkeit. Das BZÖ hat schon 2009 ein fertiges Energieautarkie-Konzept vorgelegt", betont Lugar. In der Zwischenzeit habe Berlakovich fahrlässig wertvolle Zeit verstreichen lassen. Blanker Hohn also, wenn Berlakovich in seiner Pressekonferenz davon spricht, dass man nicht fahrlässig sein dürfe, sondern die Zukunft gestalten müsse. "Der Minister muss uns nicht erklären, dass Österreich energieautark werden kann, das wissen wir selbst. Er soll endlich erklären, wie er das umsetzen möchte", so Lugar weiter.

Weit interessanter als der Auftritt des Ministers wäre natürlich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der ominösen "Energieautarkie-Studie". Nach Anfrage im Ministerium hieß es jedoch, dass noch kein Zeitpunkt für die Veröffentlichung angegeben werden könne. "Minister Berlakovich sei daran erinnert, dass diese Studie vom Steuerzahler finanziert wurde. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wozu eine Pressekonferenz für eine Phantom-Studie einberufen wird. Bis dahin ist außer Spesen nichts gewesen", so Lugar.

In einem ersten Schritt wolle der Minister jetzt Experten zusammentrommeln, Stakeholder einbinden und die Öffentlichkeit informieren. Seine Aussagen der vergangenen Monate über seine Pläne für die Energieautarkie Österreichs werden dadurch als leeres Geschwätz enttarnt. "Wenn Berlakovich erst jetzt den ersten Schritt in Richtung Energieautarkie setzt, dann gute Nacht! Öl, Gas und Atomenergie sind von gestern, da gebe ich Berlakovich Recht. Sich selbst hat er bei dieser Aufzählung aber offensichtlich vergessen", ergänzt Lugar.

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