ÖH: Karls Stipendien-Pläne sind der falsche Weg

Studierende brauchen echte Grundsicherung

Wien (OTS) - Verärgert reagiert die Österreichische HochschülerInnenschaft auf die von Ministerin Karl präsentierten Vorschläge zu Studiengebühren und Studienbeihilfe. "Karls Stipendien-Vorschlag ist der falsche Weg. Es kann nicht sein, dass Studierende für den Ausbau des Beihilfensystems zur Kasse gebeten werden", so Mirijam Müller, ÖH-Generalsekretärin. "Karls gefühlter hundertster Vorstoß für Studiengebühren soll wohl von ihrem bisherigen bildungspolitischen Versagen ablenken", so Müller weiter.

"Es gibt zwar einen Rechtsanspruch auf Stipendien, die derzeitigen rechtlichen Bestimmungen sind aber viel zu eng - nur 18% der Studierenden bekommen Studienbeihilfe", so Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam. "Karls vorgeschlagene Änderungen gehen an den tatsächlichen Bedürfnissen der Studierenden vorbei: Die seit vielen Jahren von der ÖH geforderte Abschaffung der Auswärtigkeitsregel wäre viel wichtiger. Die Stipendien müssen valorisiert werden, und der BezieherInnenkreis für Stipendien muss mit öffentlichen Mitteln ausgeweitet werden. Die OECD kritisiert Österreich regelmäßig für sein schlechtes Stipendiensystem", so Wallerberger weiter.

"Derzeit arbeiten über 60% der Studierenden durchschnittlich 20 Stunden pro Woche. Es braucht eine echte Grundsicherung für Studierende - dann müssten sie weniger arbeiten, könnten schneller und besser studieren, und es gäbe weniger Drop-Outs", so Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam. "Karls erstes Jahr als Ministerin war katastrophal - in der Frage der Hochschulfinanzierung hat sie gegenüber dem Finanzminister kläglich versagt. Der Ruf nach Studiengebühren ist der erneute durchschaubare Versuch, von ihrer miesen Bilanz abzulenken", so Maurer weiter.

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