Cortolezis-Schlager: Österreichische Wissenschaft und Wirtschaft verlässliche Partner in der EU-Donauraumstrategie

Wissenslandkarte soll Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Donauraum und der Schwarzmeerregion intensivieren

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Österreich hat sehr früh in Bildungs- und Wissenschaftskooperationen über Stipendien- und Austauschprogramme investiert und dadurch intensive Verbindungen in der Region geschaffen. Mit der geplanten Wissenschaftslandkarte sollen diese strategischen Verbindungen verstärkt und die Entwicklung wichtiger Kooperationen in Bildung, Wissenschaft, Kultur und der Wirtschaft unterstützt werden", sagte ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager in einer Veranstaltung des Forums "Austria Goes International - Science, Research and Innovation Hubs", die gestern, Dienstagnachmittag, unter hoher Publikumsbeteiligung im Marmorsaal des Außenministeriums stattfand.

Donauraumstrategie bietet neue Chancen für Universitäten und FHS

"Die EU-Strategie für den Donauraum macht die Region zu einem gesamteuropäischen Anliegen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gewinnt dadurch an Dynamik, und den Universitäten und Forschungsinstitutionen werden neue Möglichkeiten der Kooperation eröffnet", erklärte Außenminister Dr. Michael Spindelegger in seiner Eröffnungsrede und führte fort: "Ich appelliere an die Universitäten, sich mit der Donauraumstrategie und ihrem Aktionsplan vertraut zu machen und erfolgversprechende Donauraumprojekte auszuarbeiten. Das Außenministerium wird die Universitäten bei diesen Aktivitäten bestmöglich unterstützen."

Akademische Netzwerke als Trägermedium für wirtschaftlichen und kulturellen Austausch, Annäherung und Kooperation

Das Impulsreferat für die anschließende Diskussion hielt der Rektor der Universität für Bodenkultur, Univ.-Prof. Dr. Martin Gerzabek, der die erfolgreichen Kooperationen im Life-Science-Bereich unterstrich. "Für Österreich ergibt sich heute eine vielleicht historische Möglichkeit, eine führende Rolle zu spielen. Vielfach unterschätzt sind die seit langem bestehenden, nie wirklich abgerissenen und seit den frühen 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts wieder stark ausgeweiteten Beziehungen zwischen Universitäten und Forschungsinstitutionen der Donau- und Schwarzmeerregion: Das akademische Netzwerk als Trägermedium für wirtschaftlichen und kulturellen Austausch, Annäherung und Kooperation", so Rektor Gerzabek und fügte abschließend hinzu: "Dafür bieten sich die etablierten akademischen Netzwerke an, die Donaurektorenkonferenz und das ICA CASEE - Netzwerk (Regional Network for Central and South Eastern Europe der ICA, European Association of Life Science Universities)."

Gemeinsame kulturelle Vergangenheit verbindet und schafft Kooperationspotenzial

In der anschließenden Diskussion, an der neben Rektor Univ.-Prof. Dr. Martin Gerzabek auch Rektor Univ.-Prof. Dr. Georg Schulz (Universität für Musik und darstellende Kunst Graz), Sektionschefin Mag. Barbara Weitgruber (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung), Mag. Karl Hartleb (Außenwirtschaft Österreich), Dr. Gerhard Riemer (Industriellenvereinigung) sowie DI Dr. Johann Blaimauer (Raiffeisen Ware Austria AG) teilnahmen, war sich das Podium darüber einig, dass es in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Aktivitäten gelungen sei, das Potenzial im Donauraum und der Schwarzmeerregion zu nutzen. Dies geschehe umso effizienter, je stärker die beteiligten Akteure sich in leistungsfähige Netzwerke integrieren, sich strategisch abstimmen und gemeinsam nach außen auftreten.

"Auf Grund der Fülle an Kooperationen und Initiativen aus unterschiedlichsten Bereichen ist die vom Forum geplante interdisziplinäre Wissenslandkarte ein wichtiges Instrument, um die Sichtbarkeit Österreichs im Donauraum und der Schwarzmeerregion zu koordinieren und Synergien zu schaffen. Die gemeinsame kulturelle Vergangenheit verbindet und schafft ein vielversprechendes Kooperationspotenzial. Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturkooperationen sind bekanntlich "Türöffner" für die Vertiefung wirtschaftlicher und außenpolitischer Beziehungen", resümierte Botschafter Dr. Martin Eichtinger die von ihm geleitete Podiumsdiskussion.
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