Österreichischer Presserat: Feierliche Eröffnungsveranstaltung

Wien (OTS) - Der Österreichische Presserat hält derzeit seine feierliche Eröffnungsveranstaltung in den Wiener Börsesälen ab, zu der ca. 200 Gäste, vorwiegend Vertreter der österreichischen Medienbranche, erschienen sind. Die Festvorträge halten Prof. Irene Neverla, Professorin für Journalistik an der Universität Hamburg, David Barstow, Journalist der New York Times und zweifacher Pulitzer-Preisträger, Baroness Peta Buscombe, Leiterin der englischen Press Complaints Commission und Lutz Tillmanns, Geschäftsführer des deutschen Presserats.

Nach Ansicht von Irene Neverla braucht Journalismus professionelles Handwerk, profundes Wissen, Verantwortlichkeit und Zivilcourage braucht. Problematische Fälle der öffentlichen Berichterstattung müssen in Ruhe mit institutioneller und professioneller Berichterstattung betrachtet werden. Genau dafür sei der Presserat unersetzlich.

David Barstow beschäftigt sich in seiner Rede mit den Vorfällen rund um Wikileaks, die eine Grundsatzdiskussion über investigativen Journalismus ausgelöst haben. In Amerika, aber auch in Europa überlege man nun, neue Gesetze einzuführen, die die journalistische Arbeit einschränken. Die Diskussion über Pressefreiheit und Geheimnisschutz habe eine neue Dimension bekommen.

Peta Buscombe und Lutz Tillmanns begrüßen es in ihren Festvorträgen sehr, dass es in Österreich wieder eine Selbstkontrolleinrichtung der Printmedien gibt. Sie sind der Überzeugung, dass sich Presseräte in demokratischen Gesellschaften bewährt haben und sie freuen sich auf die Zusammenarbeit mit dem wiedergegründeten Österreichischen Presserat.

Franz C. Bauer, Präsident des Österreichischen Presserates, hielt anlässlich der Eröffnungsveranstaltung fest: "Eine von allen Beteiligten getragene Selbstkontrolle ist eine der wichtigsten Bedingungen für Presse- und Meinungsfreiheit. Das Fehlen einer solchen funktionierenden Selbstkontrolle zählt zu den gefährlichsten Voraussetzungen für die Schaffung einer Fremdkontrolle. Wohin diese dann führt, zeigt das warnende Beispiel des derzeitigen EU-Vorsitzlandes Ungarn."

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