ÖIAG-Neubesetzung: AK und ÖGB fordern Bekenntnis zum öffentlichen Eigentum

AK Präsident Tumpel und ÖGB-Präsident Foglar formulieren Anforderungsprofil an künftige ÖIAG-ChefIn

Wien (OTS) - Die Neubesetzung der ÖIAG-Spitze ist eine entscheidende Personalie für die österreichische Wirtschafts- und Industriepolitik, bei der zehntausende von Arbeitsplätzen und die Versorgungssicherheit des Landes gewährleistet werden müssen, sagen AK-Präsident Herbert Tumpel und ÖGB-Präsident Erich Foglar. "Nur der Staat als Kernaktionär kann verhindern, dass die Headquarter der ÖIAG-Unternehmen aus Österreich abwandern. Nur so werden Versorgungssicherheit und Beschäftigungssicherheit garantiert." Die Präsidenten von AK und ÖGB haben deshalb ein klares Anforderungsprofil an den künftigen Chef oder die künftige Chefin der ÖIAG formuliert:

Die neue Führungsspitze der ÖIAG muss:
+ sich klar zu den Unternehmen in öffentlichem Eigentum bekennen,
+ eintreten für die Kernfunktion des Staates zur Sicherung hoher Beschäftigung in Österreich, zur Versorgungssicherung und zur Sicherung der Headquarterfunktion der ÖIAG-Unternehmen,
+ gegen Privatisierungen von ÖIAG-Beteiligungen eintreten,
+ Erfahrung im operativen Führen von großen Unternehmen haben,
+ eine entwickelte Gesprächskultur mit den Sozialpartnern, den BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen haben,
+ ein klares Bekenntnis zu den wichtigsten Aufgaben der ÖIAG abgeben:
zur Auswahl des Führungspersonal, zur Kontrollfunktion und zur verantwortungsvollen Begleitung des Strategieprozesses der Unternehmen.

An diesen Kriterien werden AK und ÖGB die neue Führung der ÖIAG messen.

AK und ÖGB ist die Sicherung einer leistbaren, hochwertigen und flächendeckenden Versorgung mit öffentlichen Basisdiensten wie etwa mit Post- und Tele-kommunikationsdiensten oder der Energieversorgung ein wichtiges Anliegen. Große Infrastrukturunternehmen wie Post oder Telekom Austria oder ein Ener-gieversorger wie die OMV sind für Österreich von strategischer Bedeutung. Weitere Privatisierungen von ÖIAG-Unternehmen hätten zur Folge, dass die Entscheidungs- und Gestaltungsmacht ins Ausland abwandern könnte. Die Personalentscheidung für die ÖIAG-Spitze ist deshalb von größter Bedeutung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes, so Tumpel und Foglar.

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