Sozialdemokratische GewerkschafterInnen im Bundesheer stehen zu den Bediensteten!

Interessen der KollegInnen sind wichtiger als politisches Geplänkel

Wien (OTS/FSG) - Die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der Bundesheergewerkschaft nimmt die Entscheidung von Bundesminister Norbert Darabos zur Abberufung des Generalstabschefs zur Kenntnis und bedauert diese Eskalation in der aktuellen Diskussion um die zukünftige Ausprägung des österreichischen Wehrsystems.
In allen seinen bisherigen Leitungs- und Kommandantenfunktionen hat General Edmund Entacher stets das Gespräch mit den PersonalvertreterInnen des Bundesheeres und der Gewerkschaft gesucht und es war jederzeit möglich, mit ihm einen offenen Informationsaustausch zu führen.

Die FSG sieht ihre Aufgabe darin, die Interessen des Personals des Bundesheeres zu vertreten und sich nicht im politischen Tagesgeschäft zu verlieren und den politischen Schlagabtausch mit dem jeweiligen Minister zu suchen.

Die FSG wird im Zusammenhang mit der Entscheidung des Ministers die weiteren Schritte genau beobachten.

Unbestritten ist die Notwendigkeit, das Bundesheer nach den veränderten Bedrohungsszenarien und sicherheitspolitischen Herausforderungen auszurichten. Dazu gehört die Erstellung einer neuen Sicherheitsdoktrin und wenn notwendig eine neue Definition der Aufgaben des Bundesheeres.

Das Bundesheer befindet sich in den letzten Jahrzehnten in einem permanenten Reformprozess. Für die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen sind die davon betroffenen Heeresbediensteten ein besonderes Anliegen. Es geht hier um unsere Kolleginnen und Kollegen, es geht um Menschen!
Jedem sollte bewusst sein, dass Reformen und Veränderungen nur dann gelingen können, wenn es klar erkennbare Signale gibt, dass der Dienstgeber sich um die Betroffenen kümmert und die Bediensteten eine entsprechende Wertschätzung genießen. Dazu zählt nicht nur die jeweilige finanzielle Absicherung, sondern auch die moralische Pflicht den MitarbeiterInnen Zukunftsperspektiven zu eröffnen. MitarbeiterInnen, die womöglich bereits "innerlich gekündigt" haben, sind auch für das "neue" Heer - egal in welcher Ausprägung -unbrauchbar!

Sollte die Politik - mit oder ohne Einbindung der Bevölkerung - eine Abkehr vom Wehrsystem der Allgemeinen Wehrpflicht bestimmen, so erwartet die FSG, dass der damit verbundene Umsetzungsverlauf der Überleitung vernünftig gestaltet wird. Es dürfen keine übereilten Maßnahmen ohne Rücksicht auf das betroffene Personal erfolgen - vor allem auch nicht ohne die notwendigen Rahmenbedingungen! Dazu gehören faire Ausstiegsmöglichkeiten für ältere Bedienstete genauso wie die zeitgerechte und ehrliche Information aller MitarbeiterInnen.

Die FSG wird die Entscheidungen der Politik zur Kenntnis nehmen und dafür kämpfen, dass diese nur dann umgesetzt werden, wenn sie sozial verträglich sind und niemand unter die Räder kommt.

Rückfragen & Kontakt:

FSG in der Bundesheergewerkschaft
Tel.: 0664 4041979

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