FP-Gudenus(2): Gewalt-Transparenzdatenbank zum Schutz unserer Kinder gefordert

Fall Cain darf sich nicht wiederholen

Wien (OTS/fpd) - Der jüngste Anlassfall des kleinen Cain aus Vorarlberg, der von seinem bereits vorbestraften Stiefvater brutal zu Tode geprügelt wurde, weckt Zweifel am derzeitigen System des Kinder-und Jugendschutzes betreffend häusliche Gewalt. Um solche Gewalttaten künftig weitgehend verhindern zu können, ist eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Polizei und Fürsorge dringend von Nöten, betont FPÖ-Klubobmann Mag. Johann Gudenus im weiteren Verlauf des Pressegespräches.

Die FPÖ-Wien fordert daher mittels dringlichen Antrages im Landtag die Einrichtung einer Gewalt-Transparenzdatenbank durch die Polizei, auf welche die Jugendwohlfahrt uneingeschränkt Zugriff hat. In Zukunft sollen dadurch die zuständigen Stellen Informationen über jene Personen erhalten, die bereits auf Grund von Gewalttaten jedweder Art straffällig geworden sind, eine Haftstrafe verbüßt haben und nun in einem Haushalt mit Kindern leben, erklärt Gudenus.

Ob die gewalttätigen Handlungen gegen erwachsene Menschen, Tiere oder gegen Kinder verübt wurden, muss dabei irrelevant sein, weil die Gewaltbereitschaft an sich schon ein Warnzeichen für alle Verantwortlichen sein muss. Das Jugendamt hat dann die Aufgabe, Familien mit Kindern, bei denen ein Gewaltstraftäter wohnt, genauer unter die Lupe zu nehmen und unangekündigte Kontrollbesuche abzustatten. Gegebenenfalls ist ein weiteres Zusammenleben sofort zu untersagen.

Außerdem dürfen Treffen mit den Kindern dann nur mehr unter Beisein einer Aufsichtsperson stattfinden. Jedenfalls muss aber ein psychologisches Gutachten über die Gefährlichkeit der Person erstellt werden. Es dürfen weder Kosten noch Mühen gescheut werden, um derartige Fälle in Zukunft nach Möglichkeit zu vermeiden, betont Gudenus.

Im Hinblick auf den Mörder des kleinen Cain ist letztendlich unverständlich, warum bei den zuständigen Behörden aufgrund der Biographie des serbischen Frühpensionisten(!) - das wurde er bereits mit 22 Jahren und streift monatlich 1.250 Euro ein - nicht schon viel früher die Alarmglocken geläutet haben. Immerhin war er wegen Gewaltdelikten und Suchtgiftkonsum vorbestraft, saß bereits in einer psychiatrischen Anstalt ein und fasste wegen gefährlicher Drohungen ein Betretungsverbot aus. Ebenso wurde über ihn ein Waffenverbot verhängt und im Sommer 2010 bei der Jugendwohlfahrt ein Hinweis auf Vernachlässigung der Kinder eingebracht, erinnert Gudenus und fordert abschließend die lückenlose Aufklärung dieses erschütternden Vorfalls. (Schluss) hn

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