VP-Korosec: Wien braucht dringend eine Hospizstation und mehr mobile Betreuung

Sterben in Würde erfordert ein dichtes Netz an Betreuungsmöglichkeiten

Wien (OTS) - "Wien hat viel zu wenig Hospizkapazitäten", warnt die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec. Palliativstationen in den Krankenhäusern würden nur einen Teil des benötigten Angebots abdecken, so die VP-Mandatarin. Angehörige berichten von einer äußerst belastenden Situation auf der Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz, wo ihre Verwandten in Würde die letzten Tage verbringen können. Oft müssen die schwer kranken Patienten einen mehrfachen Umzug zwischen Seniorenwohnheim, Pflegewohnhaus und Palliativstation über sich ergehen lassen. Die dadurch entstehende Belastung ist sowohl für die Betroffenen als auch für deren Familien enorm.

Korosec: "Wien braucht sowohl bei der Anschlussbetreuung als auch bei der mobilen Betreuung dringend ein größeres Angebot, da die vorhandenen Kapazitäten bei weitem nicht ausreichen. Eine Hospizstation ist dringend notwendig."

Blockadehaltung bei Kapazitätserweiterung aufgeben

Die Haltung des Wiener Krankenanstaltenverbundes, wonach der Bedarf an Hospizstationen in Wien gering sei und man mit den Palliativstationen das Auslangen finden müsse, kritisiert die VP-Gesundheitssprecherin scharf. "Ich finde es äußerst bedenklich, sollte hier in nächster Zeit kein Umdenkprozess stattfinden, denn sowohl der Dachverband der Palliativ- und Hospizeinrichtungen als auch die Hilfsorganisationen drängen seit vielen Jahren darauf, das Angebot an stationären Hospizbetten zu erweitern. Uns läuft die Zeit davon, wir brauchen diese Kapazitäten dringend - und zwar jetzt", so Korosec abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
eva.gruy@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0002