SJÖ: Weitere Hürde im Bildungssystem aufstellen statt Gesamtschule verwirklichen?

Null Verständnis für Verhandlungsmurks bei "mittlerer Reife"

Wien (OTS) - Völliges Unverständnis erntet die fragwürdige Verhandlungstaktik der SPÖ in Sachen "mittlere Reife" bei der Sozialistischen Jugend. "Schon die Matura in ihrer jetzigen Form sagt nichts aus über Talente und Stärken junger Menschen. Jetzt den 14-jährigen eine Mini-Matura aufzuhalsen erhöht den ohnehin schon krassen Leistungsdruck und verstärkt die soziale Selektion!", erklärt SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi heute Dienstag.

Statt der Hauptschule ein neues Türschild umzuhängen, sonst alles beim Alten zu lassen und sogar neue Barrieren aufzustellen, müsse die Regierung endlich die gemeinsame Schule der 6- bis 14-jährigen realisieren. "Die SPÖ sollte sich gut überlegen, ob sie kurz nach Kreiskys 100. Geburtstag dessen wesentliche Errungenschaften zunichtemachen will. Kreisky hat dafür gekämpft, die Türen der Bildung weit aufzumachen, jetzt werden sie wieder zugeschlagen", so Moitzi. Nach der Rückkehr der Ordinarienuniversität statt freiem Hochschulzugang drohe mit der "mittleren Reife" die Wiedereinführung der AHS-Aufnahmeprüfung. Die SJ werde diesen Plänen Widerstand leisten.

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