Moser: Post offenbar mit ÖBB im Wettlauf, wer besser Kunden vergrault

Mehr zahlen für weniger Post ist Bures-Zumutung für KonsumentInnen

Wien (OTS) - "Aller Lobhudelei der zuständigen Ministerin Bures
zum Trotz bestätigt sich die Kritik der Grünen, dass das gepriesene, mit Anfang 2011 voll wirksame Postmarktgesetz samt völlig zahnloser Universaldienst-Regelung, ein Post-Rückzugsgesetz ist und "packerlweise" Verschlechterungen für die Postkunden bringt. Nun kommt das dicke Ende: die Postkunden bekommen sofort nach der Voll-Liberalisierung "postwendend" eine saftige Brief-Portoerhöhung von fast 20 Prozent serviert. Schon bisher hatten die Post-Kunden von der ach so tollen rot-schwarzen Postliberalisierung fast nur Nachteile: von der serienweisen Schließung von Postämtern, teilweise ohne Ersatz, über das Abmontieren der meisten Briefkästen bis zum Wegsparen vieler BriefträgerInnen. Für den gesetzlich gedeckten Rückzug der Post Richtung Großkundengeschäft und Ballungsräume nun die kleinen Kunden abzukassieren, schlägt aber dem Fass den Boden aus. Bures ist für diese Zumutung für die Bevölkerung voll verantwortlich", unterstreicht die Infrastruktursprecherin der Grünen, Gabriela Moser.

"Die SPÖ hat bei der Post-Liberalisierung von Anfang an voll mitgespielt und die Postkunden verraten und verkauft. Auch die völlig unnötige, sündteure Fortsetzung der ÖIAG-Konstruktion in der schwarzen Reichshälfte trägt die SPÖ als Proporz-Kuhhandel mit, statt hier das Geld einzusparen, das angeblich bei der der ÖIAG unterstellten Post fehlt und nun die Kunden über höheres Porto bezahlen sollen. So lässt die SPÖ die Menschen Tag für Tag im Stich und kümmert sich nur um ihre Freunderl und ums Posten-Geschachere. Bures schaut in ihrem Verantwortungsbereich dem Wettlauf von Post und ÖBB, wer besser seine Kunden vergraulen kann, tatenlos zu. Im ländlichen Raum müssen schon ganze Talschaften ohne vernünftigen Öffentlichen Verkehr und ohne Post-Servicestellen auskommen. Die verlorenen Arbeitsplätze sind der Sozialdemokratie schon lange egal. Nun muss die Post-Regulierungsbehörde den Plänen der Post Einhalt gebieten, was nach der noblen Zurückhaltung beim Postamt-Zusperrkonzert aber eine Überraschung wäre. Daher muss Bures so oder so die Scheuklappen öffnen, ihr Versagen bei der Post-Politik eingestehen und rasch einen Neustart bei der Post-Politik machen, der auf die Kunden schaut", so Moser.

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