Tamandl: Fahrgäste dürfen nicht für Pannen der ÖBB bestraft werden

ÖVP-Konsumentenschutzsprecherin fordert Verlängerung der Kulanzphase bei Fahrkartenautomaten-Problemen um drei Monate

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Eine Verlängerung der Kulanzphase von drei Monaten fordert heute, Dienstag, ÖVP-Konsumentensprecherin Abg. Gabriele Tamandl bei der Umstellung der Ticketautomaten bei den ÖBB. Bekanntlich werden seit der Winterfahrplanumstellung keine Fahrkarten mehr in den Zügen verkauft, was wiederum zu einer Auslastung der Automaten auf den Bahnhöfen führt. Leider werden die Fahrgäste mit unübersichtlichen Darstellungen auf dem Display, einer komplizierten Menüführung, nicht ausreichendem Wechselgeld oder gar ausgefallenen Automaten konfrontiert. Bekommt ein Fahrgast nicht rechtzeitig sein Ticket, drohen ihm im Zug Strafzahlungen von bis zu 95 Euro, führte Tamandl an.

"Es wäre ungeheuerlich, wenn Fahrgäste für die Pannen bei den ÖBB bezahlen müssen. Wenn die Bahn schon auf den Ticketverkauf in den Zügen verzichtet und sich somit auch noch mehr vom Bahnkunden entfernt, dann sollen sie gefälligst auf den Bahnhöfen für die entsprechende Automatenausstattung sorgen, die benutzerfreundlich und leicht zu bedienen ist", so Tamandl, für die die von den ÖBB angekündigte Kulanzphase bis Ende Februar zu kurz greift: "Die Kulanzphase muss um drei Monate verlängert werden und darf erst dann aufgehoben werden, wenn die ÖBB das Problem behoben und im Griff haben."

ÖBB: Reihe von Pleiten, Pech und Pannen

Für die Konsumentenschutzsprecherin reiht sich dieses Problem in eine Reihe von Pleiten, Pech und Pannen bei den ÖBB ein. "Von der von ÖBB-Chef Christian Kern angekündigten Kundenfreundlichkeitsoffensive ist weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil. Die ÖBB betreibt eine Kundenvertreibungsaktion. Die Maßnahmen zur Rückgewinnung von Kunden und zur Steigerung der Kundenfreundlichkeit sind Stückwerk und ideenlos", schloss Tamandl und forderte erneut einen Ombudsmann für die Bahnkunden.
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