Hundstorfer: Müssen alles daran setzen, Jugendliche in Ausbildung zu bringen

Wien (OTS/SK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat sich am
Montag im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema "Brauchen wir Migration?" für eine Ausbildungspflicht für alle 15-Jährigen ausgesprochen. "Pro Jahrgang haben wir 8.000 15-Jährige, die nicht in Ausbildung sind. Wir müssen alles daran setzen, diese in Ausbildung zu bringen", sagte Hundstorfer. Die Bundesregierung werde nicht nachlassen, ihre Hausaufgaben zu erfüllen. Dazu gehöre neben aktiver Arbeitsmarktpolitik und der Förderung der Binnenmobilität vor allem die Ausbildung der Jugendlichen, so der Sozialminister. ****

Österreich werde auch weiterhin Migration brauchen, betonte Hundstorfer. Die Rot-Weiß-Rot-Card sei ein wichtiger Schritt, diese sinnvoll und geordnet zu steuern. Gleichzeitig dürfe man aber nicht darauf vergessen, sich um die Migranten, die bereits in Österreich sind, zu kümmern. "Wir haben mit bestimmten Regionen Probleme, die wir offen ansprechen und die wir angehen müssen. Wir haben die geringste Arbeitslosenquote bei Akademikern, dafür große Probleme bei Hilfsarbeitern oder Personen, die keinen oder nur einen Pflichtschulabschluss haben. Der Schlüssel ist Qualifikation und Ausbildung", so Hundstorfer.

In Bezug auf die Arbeitsmarktöffnung für die neuen EU-Länder am 1. Mai erwartet Hundstorfer keinen dramatischen Anstieg der Arbeitsmigration. Zudem werde es mit der Novellierung des Sozial- und Lohndumpinggesetzes gelingen, dass Kollektivvertragsbestimmungen eingehalten werden. "98 Prozent aller Berufe sind durch einen Kollektivvertrag geregelt. Mit dem neuen Rechtsinstrumentarium wird es uns gelingen, den Arbeitsmarkt zu schützen", bekräftigte der Sozialminister. So werde etwa der Strafrahmen für Verletzungen des Kollektivvertrags erhöht und die Prüforgane sowie die KIAB (Kontrolle der illegalen Arbeitnehmerbeschäftigung) ausgebaut.

Neben Hundstorfer diskutierten bei der vom Nachrichtenmagazin "profil" und der Industriellenvereinigung (IV) veranstalteten Podiumsdiskussion ÖGB-Präsident Erich Foglar, Innenministerin Fekter, Georg Kapsch (IV Wien) sowie Selma Prodanovic (Brainswork, Gewinnerin des MiA-Awards). (Schluss) pl/bj

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