Wöginger: Herr Sozialminister, seien sie sozial

ÖAAB-Wöginger: "Kein Eingriff in bestehende Altersteilzeitverträge - Vertrauensschutz und Rechtssicherheit gewährleisten"

Wien (OTS) - Als äußerst "unsozial" bezeichnete ÖAAB- und ÖVP-Sozialsprecher Abg.z.NR August Wöginger den Nachkauf von Ausübungsersatzzeiten bei bestehenden Altersteilzeitverträgen.****

"Für all diejenigen, die seit dem Beschluss im Jahr 2008 einen Altersteilzeitvertrag abgeschlossen haben, und auf die damals geltende Rechtslage vertraut haben, müssen wir im Sinne des Vertrauensschutzes nun handeln. Wer Versicherungszeiten im Sinne des BSVG und des GSVG zur Anrechnung bringen könnte, kann nur durch einen teuren Nachkauf tatsächlich auch in Pension gehen. Hier gilt es zu handeln, um den Vertrauensschutz zu wahren und Härten zu vermeiden", betont Wöginger.

"Zahlreiche Beispiele aus der Praxis zeigen, dass dadurch viele Menschen, die darauf vertraut haben, mit diesen Zeiten in Pension gehen zu können, jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Wurde z.B. die Altersteilzeit von 31. August 2009 bis 31. März 2011 vereinbart, so würde, bei Vorliegen von 45 Monaten vor Einführung der Versicherungspflicht, der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin nach heutiger Pensionsberechnung der Pensionsversicherungsanstalt 45 Monate à 159 Euro nachkaufen müssen, das sind insgesamt 7.155 Euro. Kann er oder sie sich das nicht leisten, muss um diesen Zeitraum länger gearbeitet werden. Zurück zum Arbeitsplatz ist auch keine Alternative, da sich die Arbeitgeber auf den abgeschlossenen Vertrag berufen. Ein Zustand der so nicht länger tragbar ist. Und dies ist kein Einzelfall", rechnet Wöginger vor.

"Schon vor dieser Entscheidung habe ich Sozialminister Hundstorfer auf diese Problematik aufmerksam gemacht, die durch eine derartige Änderung in der Langzeitversichertenregelung auftreten wird; jedoch ohne Erfolg", berichtet Wöginger.

"Es besteht hier akuter Handlungsbedarf. Gerade hier müssen wir ein Zeichen setzen. Herr Sozialminister, seien Sie sozial. Sie tragen die Verantwortung", so Wöginger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAAB-Generalsekretariat
Mag. Nikola König
PR & Kommunikation
Tel.: Tel.: +43 (1) 40 141 216, Fax: +43 (1) 40 141 229
presse@oeaab.com
www.oeaab.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB0001