ARBÖ: Warnung vor fliegenden Eisplatten und rutschenden Schneehauben

Wien (OTS) - Die derzeit herrschenden Witterungsverhältnisse begünstigen fliegende Eisplatten und abrutschende Schneehauben. Speziell auf LKW mit Planen bilden sich bei Minustemperaturen häufig Eisplatten, die sich während der Fahrt plötzlich lösen können. Sie zerbersten auf der Straße, fallen auf Motorhauben oder Windschutzscheiben der nachfolgenden PKW. Schwere Unfälle sind immer wieder die Folge, warnt der ARBÖ. Doch auch mangelhaft von Schnee befreite PKW können zum Verkehrssicherheitsrisiko werden.

Je nach Geschwindigkeit kann sich eine zwei Kilo schwere Eisplatte in ein 100-Kilo-Geschoss verwandeln. "Donnert so ein Geschoss auf ein nachfolgendes Fahrzeug, können Insassen schwerstens verletzt oder sogar getötet werden", warnt der ARBÖ. Der Versuch, solchen Geschossen auszuweichen, kann ebenfalls zu schweren Unfällen mit Personen- und Sachschaden führen. Umso wichtiger ist es, den Sicherheitsabstand strikt einzuhalten.

Die Schuldfrage ist in solchen Fällen nicht so "glasklar" wie es scheint. Eine abgeschmolzene Eisplatte lässt sich naturgemäß nicht ewig nachweisen und wer sich nicht sofort die Kenntafel des LKW merken kann, der möglicherweise nichtsahnend längst über alle Berge ist, bleibt "übrig". Das gilt vor allem für diejenigen, die lediglich haftpflichtversichert sind. Die Teilkaskoversicherung zahlt meist nur den Schaden der Frontschreibe, nur die Vollkaskoversicherten können mit der Abgeltung des gesamten Schadens rechnen.

Fahrzeug vollständig von Schnee säubern

Pkw-Lenker sollten ihr Fahrzeug vor dem Wegfahren unbedingt vollständig vom Schnee säubern, raten die ARBÖ-Verkehrsexperten dringend. Nur ein Guckloch freizukehren, ist riskant! Abgesehen von der extrem eingeschränkten Sicht, kommt es während der Fahrt durch wegfliegende Schneeklumpen zu gefährlichen Situationen. Entweder der Lenker selbst oder andere Verkehrsteilnehmer werden durch die herunterfallenden Massen erschreckt bzw. im Fahren behindert. Bei Notbremsungen gerät nasser Schnee leicht ins Rutschen und nimmt dann vollkommen die Sicht. Und der Schneemantel mindert auch erheblich die Leuchtkraft der Fahrzeugbeleuchtung.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Interessensvertretung & Öffentlichkeitsarbeit
Sieglinde Rernböck
Tel.: (++43-1) 891 21-244
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0001