- 24.01.2011, 11:55:02
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VIRUS bereit zu ergebnisoffenem Donau-Dialog
"Runder Tisch" erfüllt primäre Voraussetzungen nicht
Wien (OTS) - Die Umweltorganisation VIRUS signalisiert bei der
Donau Gesprächsbereitschaft, lehnt es aber ab, am 26. Jänner unter
ungünstigen Vorzeichen an Konsultationen mit der via donau
teilzunehmen. Sprecher Wolfgang Rehm erläutert: "Der Begriff "Runder
Tisch" ist bisher nicht angebracht, signalisiert er doch eine
Begegnung auf gleicher Augenhöhe. Dazu passt weder der
Vorladungscharakter der Terminfestsetzung, noch das Thema. Wir sind
nicht bereit, die notwendige Diskussion flussbaulicher Maßnahmen an
der Donau östlich von Wien auf die gerade ins Trudeln geratenen
Einreichungen zu beschränken".
Dass um die flussbauliche Ausgestaltung der Donau östlich von Wien
ein jahrelanger Konflikt wogt, ist laut VIRUS kein Geheimnis. "Der
via donau scheint aber noch das Verständnis zu fehlen, dass wir als
einer ihrer Kontrahenten im Donaukonflikt nicht daran interessiert
sein können, als Steigbügelhalter für die weitere Vorbereitung und
Umsetzung der von uns bekämpften problematischen Einreichungen
herzuhalten. Deren Ankündigung als Fortsetzung eines wenig
realitätsnah als Erfolgsstory bezeichneten Ablaufs, begleitet durch
Kaskaden von Desinformation empfinden wir als weder hilfreich noch
zielführend," so Rehm.
VIRUS weist etwa darauf hin, dass im Gegensatz zur Darstellung der
via donau nicht davon die Rede sein kann, dass "erstmalig" versucht
werden soll, "die Stromsohle der Donau durch Zugabe von Donaukies vor
weiterer Eintiefung zu schützen". "Bekanntlich werden seit 1996
Geschiebezugaben vorgenommen, die aber nicht ausreichen, die ganze
Fließstrecke zu stabilisieren, weil die Staustufen eben nicht
alleinige Verursacher der Sohleintiefung sind," erläutert Rehm. Dem
"Naturversuch Bad Deutsch Altenburg" sei, wie VIRUS unter Verweis auf
die Projektunterlagen betont, der Versuchscharakter abzusprechen,
daran ändere die unbegründet gebliebene Umbenennung in "Pilotprojekt"
nichts. "Wir sehen die Notwendigkeit, die Gesamtheit möglicher
Maßnahmen im großen Maßstab zu betrachten, das Teilprojekt ist nur
ein Trojanisches Pferd, ein Versuch im Sinne der bisherigen Linie
Fakten zu schaffen und sich weiter vor der erforderlichen Diskussion
und Revision der Planungsgrundsätze zu drücken," stellt Rehm klar.
Rehm weiter: "Nicht nur wir, sondern auch unsere Parter von Forum
Wissenschaft und Umwelt, Umweltdachverband, und WWF sind bereit für
Gespräche mit der via donau,". Diese müssten aber nach
übereinstimmender Auffassung in einem Rahmen stattfinden, der einen
ergebnisoffenen Austausch auf gleicher Augenhöhe garantiert.
Gesprächsthema könnten nur flussbauliche Maßnahmen auf der
Gesamtstrecke, Ziele und Planungsgrundsätze und nicht eine
Betrachtung sein, die auf eine umstrittene Projekteinreichung
reduziert ist. Die relevanten Unterlagen, auch die bereits bei
Gesprächen 2010 zugesagten, müssen vorab zu übermittelt werden. Ein
gemeinsames Forderungspapier der Umweltorganisationen wurde an die
via donau übersendet.
Rückfragehinweis:
Wolfgang Rehm
Tel.: 0699/12419913
mailto:virus.umweltbureau@wuk.at
http://virus.wuk.at
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