"profil": Neue Spuren im Fall Mensdorff führen zu Stiftung in Liechtenstein

Ermittler vermuten Geldtransfers aus Bestechungskasse des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat offenbar auch der Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly Geld in Liechtenstein geparkt.

Die Staatsanwaltschaft Wien will die in Vaduz registrierte Kates Stiftung öffnen lassen, um zu überprüfen, ob dort Gelder liegen, die ursprünglich aus der Bestechungskasse des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems stammen. Für Mensdorff, gegen den wegen Bestechung, Geldwäsche und falscher Zeugenaussage ermittelt wird, gilt die Unschuldsvermutung.

Bei der Kates Stiftung handelt es sich um eine so genannte hinterlegte Stiftung, für die nach liechtensteinischem Recht weder Buchführungs- noch Deklarationspflichten gelten. Ermittlungen haben ergeben, dass die Kates Stiftung Überweisungen von der Briefkastenfirma Brodman Business S.A. auf den British Virgin Islands erhielt, die Mensdorff zugerechnet wird. Über Konten von Brodman Business S. A. wurden auch jene 14 Millionen Euro transferiert, die der Waffenlobbyist im Auftrag seines angeheirateten Verwandten Timothy Landon an Investmentprojekte weitergeleitet haben will -deren Empfänger bislang aber nur in den wenigsten Fällen ausfindig gemacht werden konnten. Die Fahnder vermuten, dass damit Schmiergeldzahlungen kaschiert werden sollten, Mensdorff dementiert das vehement.

Weder Mensdorffs Anwalt Harald Schuster noch die Staatsanwaltschaft Wien wollten gegenüber "profil" Stellungnahmen zur Kates Stiftung abgeben.

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