"profil": Hypo-Ermittler in München zeigten reges Interesse an Villacher Steuerberater Dietrich Birnbacher

Bei Hausdurchsuchung fanden deutsche Ermittler fast leere Festplatte vor

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, zeigten die Hypo-Ermittler in Bayern reges Interesse für den Villacher Steuerberater Dietrich Birnbacher. Das zeigen Ermittlungsakten aus München, die dem Nachrichtenmagazin vorliegen. Offenbar wollte die deutsche Justiz wissen, welche Rolle Birnbacher 2007 in den Verkaufsverhandlungen zwischen Land Kärnten und der Bayerischen Landesbank gespielt hatte. Die Aussagen mehrerer Zeugen lassen den Schluss zu, dass der Wirtschaftsprüfer keineswegs jene zentrale Figur in den Verhandlungen war, als die ihn der verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider und der heutige Kärntner ÖVP-Chef öffentlich darstellten, als sie 2008 dessen Millionen-Honorar rechtfertigen mussten.

Das bayerische Landeskriminalamt hatte im Oktober 2009 in der Kanzlei Birnbachers auch eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Außer jenen Unterlagen, die der Steuerberater bereits vorbereitet hatte, war für die Kriminalisten wenig zu holen. Die Nachschau in Birnbachers Computer ergab nichts. "Die geplante Sicherung sämtlicher Outlook-Dateien im tatrelevanten Zeitraum konnte nicht durchgeführt werden. Nach Rücksprache mit einem Administrator ... fand angeblich bereits im letzten Jahr eine Neukonfiguration des Servers statt, wodurch sämtliche Dateien aus 2007 ... gelöscht wurden", zitiert "profil" aus dem "Durchsuchungsbericht".

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