WKÖ-Gleitsmann: "Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung weiter ausbauen"

Steuerliche Anreize für Betriebe, die in Mitarbeitergesundheit investieren - WKÖ-Initiative ?proFitness? als wesentlicher Beitrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Wien (OTS/PWK034) - 82 Prozent von Österreichs Arbeitnehmern schätzen ihre Gesundheit als sehr gut oder gut ein. 81 Prozent empfinden ihre körperliche Leistungsfähigkeit als (sehr) gut. Wenn die Arbeitnehmer über Beschwerden klagen, beispielsweise über Kreuzschmerzen oder Magenbeschwerden, werden diese nur zu einem geringen Teil auf die Arbeitstätigkeit zurückgeführt - das zeigt der Arbeitsgesundheitsmonitor der Arbeiterkammer Vorarlberg. "Die erfreulichen Ergebnisse der Arbeiterkammerstudie zeigen, dass die Betriebe auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter achten. Doch das stellt kein Ruhekissen für die Wirtschaft dar. Jeder Mitarbeiter mit gesundheitlichen Problemen ist Einer zu viel", betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Gleitsmann fordert daher stärkere Investitionen in die betrieblichen Gesundheitsvorsorge und Prävention: "In die Vorsorge investiert Österreich vergleichsweise wenig, obwohl Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung Krankenstände um bis zu 25 Prozent senken, die Fluktuation verringern und die Produktivität steigern können", unterstreicht Gleitsmann. Betriebe, die in die Mitarbeitergesundheit investieren, sollen steuerliche Anreize ähnlich dem deutschen Modell geboten werden, so Gleitsmann.

Der Gesundheitsmonitor befasst sich auch mit psychischen Belastungen, wie Burnout, die zu teils sehr langen Krankenständen führen: "Burn-out von Mitarbeitern verursacht enorme Kosten, schon deshalb liegt es im Interesse der Betriebe, sich damit auseinanderzusetzen. "Der Vorschlag des Präsidenten der Arbeiterkammer Vorarlberg Hämmerle, ein betriebliches Eingliederungsmanagement zu entwickeln, könnte daher eine positive Maßnahme sein, von der Mitarbeiter und Betriebe gleichermaßen profitieren", so Gleitsmann. Der WKÖ-Experte verweist allerdings darauf: "Die Ursachen für psychischen Belastungen sind vielfältig und reichen vom Arbeitsplatz bis zum familiären und gesellschaftlichen Umfeld. Nicht nur im Berufsleben, auch im Freizeitverhalten nehmen Geschwindigkeit und Intensität zu, die echten Ruhepausen verkürzen sich. Der Verlust familiärer Sicherheit und Patchwork-Situationen verursachen ebenso dauerhaften Stress."

Die Wirtschaft präsentiert auch ein konkretes Projekt, um die Mitarbeitergesundheit zu verbessern: "Die Wirtschaftskammer schreitet hier mit der neuen Initiative zur betrieblichen Gesundheitsförderung ?proFitness: Gesunde Mitarbeiter- Gesundes Unternehmen? voran", so Gleitsmann, der auf die Auftaktveranstaltung am 27. Jänner 2011 18.00, in der Wirtschaftskammer Österreich verweist. Weitere Informationen zu dieser Initiative bietet die Homepage www.profitnessaustria.at. (AC)

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