Hundstorfer zu Sozialem Jahr: Intensive Gespräche mit Trägerorganisationen laufen

Häupl: Freiwilligenheer ist Zukunft - "Benefits" sollen Attraktivität von Sozialem Jahr und Bundesheer erhöhen

Wien (OTS/SK) - Innerhalb der SPÖ herrscht ein breiter Konsens darüber, dass das Modell des Sozialen Jahres eine gangbare Alternative zum jetzigen Zivildienst darstellt. Aktuell laufen auch bereits intensive Gespräche mit den Trägerorganisationen, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute, Freitag, am Rande einer Pressekonferenz. Jetzt gelte es, die Details des Models, bei dem sich die Bezahlung am kollektivvertraglichen Mindestgehalt für Sozialberufe, 1.300 Euro, orientieren wird, zu klären. Für den Sozialminister steht dabei fest, dass sich das Soziale Jahr für jene, die sich freiwillig melden, auch für ihr späteres berufliches Leben lohnen müsse. ****

Als eine Möglichkeit nannte der Sozialminister die Anrechenbarkeit von ihm Rahmen des Sozialen Jahres absolvierten Ausbildungen für den späteren Berufsweg. Bisher konnte beispielsweise bei Rettungsorganisationen während der Dauer des Zivildienstes die Ausbildung zum Sanitätsgehilfen gemacht werden. Durch die Verlängerung der Dauer von neun auf zwölf Monate wäre auch die Ausbildung zum Notfallsanitäter möglich.

Auch im Bereich der Altenpflege gebe es hier gute Möglichkeiten, das Soziale Jahr für eine mögliche anschließende Ausbildung anzurechnen. Über Details diskutiere man gerade intensiv mit den betreffenden Organisationen, so der Sozialminister. Auch bestehende Verträge der Trägerorganisationen mit den Gemeinden müssten in der Diskussion berücksichtigt werden. "Es liegt also noch ein ordentliches Stück Arbeit vor uns, aber wir sind gerade dabei diese zu tun", so Hundstorfer.

Auch Michael Häupl, Bürgermeister von Wien und Präsident des österreichischen Städtebundes, kann sich diverse "Benefits" die man erst näher konkretisieren müsse, vorstellen. Nicht nur im Rahmen des Sozialen Jahres, sondern auch im Bereich des Bundesheeres. Da fast alle Länder in Europa die Wehrpflicht aufgrund der veränderten sicherheitspolitischen Lage bereits ausgesetzt oder abgeschafft haben, sei klar, dass die Zukunft im Modell eines Freiwilligenheeres liege. Die Anrechenbarkeit von Ausbildungen oder andere Anreize würden die Attraktivität einer freiwilligen Meldung zum Sozialen Jahr oder Bundesheer deutlich erhöhen, so der Wiener Bürgermeister. (Schluss) sv/mb

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