Zinggl: Bundesregierung wird auf Antrag der Grünen aktiver in Europas Roma-Frage

Stärkere Einbindung nationaler Vereine im Nationalrat beschlossen

Wien (OTS) - "Die Massenausweisungen, Vertreibungen und Gewaltakte gegenüber Roma in den letzten Monaten haben in erschreckender Weise gezeigt, wie die größte Minderheit Europas - die Roma - angefeindet und diskriminiert wird. Dies liegt vor allem an der wirtschaftlichen und sozialen Ausgrenzung, die diese in ihren Heimatländern erfahren. Es ist höchste Zeit, dass ganz Europa in dieser Sache die Köpfe zusammensteckt und aktiv einen Rahmen schafft, der die Integration der Roma ermöglicht. Für nachhaltigen Erfolg müssen aber unbedingt die Betroffenen selbst die Möglichkeit erhalten, sich einzubringen." erklärt Wolfgang Zinggl, Minderheitensprecher der Grünen, die Hintergründe seines gestern im Parlament beschlossenen Antrags.

Der Antrag fordert die Bundesregierung auf, bezüglich wirtschaftlicher und sozialer Integration von Roma sich aktiv auf EU-Ebene einzubringen. Wir haben in unserem Land Einiges diesbezüglich vorzuweisen und sollten uns in weiterer Folge auch auf EU-Ebene aktiver beteiligen", fordert Zinggl. "Parallel dazu müssen künftig auch die österreichischen Roma-Vereine, die oft auf die vorgesehenen EU-Fonds nicht zugreifen können, weil ihnen die notwendige Infrastruktur fehlt, besser bei der Einreichung von Projekten unterstützt werden. Denn wirtschaftliche und soziale Integration beginnt dort, wo Roma sich selbst an Programmen beteiligen und sich einbringen können", so Zinggl. "Es freut mich sehr, dass sich zu beiden Forderungen gestern auch die Regierungsparteien im Nationalrat bekannt haben", so Zinggl.

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