VIRUS: Eigendarstellung der via donau korrekturbedürftig.

Donaueintiefung verursacht, aber Verantwortung verweigert

Wien (OTS) - Als korrekturbedürftig bezeichnet die Umweltorganisation VIRUS die Eigendarstellung der via donau. Sprecher Wolfgang Rehm: "Mit Presseerklärungen lassen sich die inneren Widersprüche ihrer Planungen nicht aus der Welt schaffen, vor allem aber wird alles andere als rasch gehandelt, dies gilt besonders für das nun als Pilotprojekt kommunizierte Einreichprojekt 2005 des sogenannten Naturversuchs Deutsch Altenburg".

Das dafür vorgesehene Monitoringprogramm wurde von der Naturschutzsachverständigen als mangelhaft und überarbeitungsbedürftig kritisiert. Auflagengemäß hätte die via donau dieser Verpflichtung bereits vor Bescheiderlassung, die dann im Frühjahr 2006 erfolgte, nachkommen müssen, tatsächlich wurden erst im Herbst 2010 Unterlagen vorgelegt. Ob diese Anforderungen nun im vollen Umfang erfüllt sind, werde zu prüfen sein. "Die via donau möge der Öffentlichkeit nicht Speed signalisieren, wenn ihr 2006 eingereichtes Flussbauliches Gesamtprojekt allein 1,5 Jahre und zahllose Ergänzungen gebraucht hat, bis es für vollständig erklärt wurde, " fordert Rehm. Dass das "Gesamtprojekt" nun in den Hintergrund gedrängt werde, weil vor allem das "Pilotprojekt" als opportun gelte, sei, wie die Umweltorganisation betont, sachlich nicht gerechtfertigt. Um Verbesserungen für den Nationalpark zu erzielen würden lokale Maßnahmen nicht ausreichen.

"Wie gerade das Gutachten von Professor Nachtnebel eindrucksvoll bestätigt hat, liegt schon bei der Beurteilung der Sohleintiefung einiges im Argen, " stellt Rehm klar. Dass die via donau und ihre Vorläuferorganisationen mit Baggerungen massiv zur Sohleintiefung beigetragen und Verbesserungen bei der Geschiebebewirtschaftung nur über Jahre hinweg und nur auf Druck von Umweltorganisationen vorgenommen haben, bleibe auch dann Faktum, wenn man diesen Aspekt dort nicht gerne hören möchte. "Nun wird trotz des Wissens über die negativen Folgen der Eintiefung schon jahrzehntelang auf Sofortmaßnahmen gegen die Sohleintiefung verzichtet. Erwartungen an nicht unproblematische Grobschotter-Methoden sind überzogen, jedenfalls aber - eben auch aus Zeitgründen - keine Ausrede, den umgehenden Einsatz von normalen Geschiebezugaben zu unterlassen." stellt Rehm abschließend fest.

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Rehm
Tel.: 0699/12419913
virus.umweltbureau@wuk.at
http://virus.wuk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VIR0001