Grünewald zu Karl: Versagen beim Budget, Versagen bei Studienberatung

Karls Vorschlag zu Ärztinnenausbildung durchschaubares Ablenkungsmanöver

Wien (OTS) - "Wissenschaftsministerin Karl hat beim Budget
versagt, nun versagt sie auch bei der Studienberatung", reagiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, nachdem bekannt wurde, dass die erst vor wenigen Tagen angekündigte verpflichtende Beratung für SchülerInnen über die Studienwahl doch nicht im Wintersemester 2011 eingeführt werden soll, sondern erst ein Jahr später.
"In die wenig effektive Inseratenkampagne zur Bewerbung von technisch-naturwissenschaftlichen Fächern hat die Wissenschaftsministerin 500.000 Euro investiert. Für eine qualitätsgesicherte Beratung der Studierenden fehlt ihr nun aber das Geld - und im Übrigen auch die Ideen", kritisiert Grünewald und meint: "Vollmundige Ankündigungen haben wir mehr als genug gehört. Diese haben sich stets als leere Sprechblasen entpuppt, damit muss endlich Schluss sein."

Um die Treffsicherheit der Studienwahl zu verbessern bedarf es einer Reform: So sollte es etwa die Möglichkeit geben, in der Oberstufe von Gymnasien spezifische Fächerbündel zu wählen. Zudem sollen in den letzten Klassen HochschullehrerInnen jeweils für eine Woche unterrichten und so über ihre spezifischen Fachstudien informieren. Schnupperwochen an Unis und Fachhochschulen sollen ebenso organisiert werden.
"Beratung ist als Kontinuum zu sehen", erklärt Grünewald und stellt die Vorgehensweise, punktuelle Testverfahren in wenigen Stunden über den weiteren Lebensweg junger Menschen entscheiden zu lassen, in Frage. "Entscheidend wird sein, dass sich bei der Studienwahl Neigung, Interessen und Talent möglichst breit überlappen. Hier zu investieren lohnt sich. Was wir derzeit aber erleben, sind undurchdachte Schnellschüsse, deren Lebensdauer den Sternspritzern am Christbaum ähnelt", meint Grünewald und weiter: "Wenn Ministerin Karl nun noch den PatientInnen ÄrztInnen nach nur zwölfmonatiger Praxiszeit als AllgemeinmedizinerInnen serviert, dann ist das ein wirklich durchschaubares Ablenkungsmanöver von den zahlreichen Baustellen, die sie im Hochschulbereich zu verantworten hat".

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