Kapeller: Reformbedarf des Bundesheeres unbestritten - jetzt Sicherheitsdoktrin erarbeiten

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es sei zweifelsohne nötig, das Bundesheer zu reformieren. ÖVP-Wehrsprecher Abg. Norbert Kapeller plädiert für ein schrittweises Vorgehen: "Zuerst einigen wir uns über die Sicherheitsdoktrin, dann gehen wir ins Detail. Wir müssen uns überlegen, wie wir die Priorität der Sicherheitsdoktrin festlegen. Wo steuert Österreich hin, was sind die Aufgaben des Landes in der Landesverteidigung. Das ist zu definieren", so Kapeller heute, Freitag.

Kritisch setzt sich Kapeller mit der Position von Verteidigungsminister Darabos in der aktuellen Debatte über die Wehrpflicht auseinander. So sei die Wehrpflicht für den Minister am "Tag der Leutnante" noch "in Stein gemeißelt" gewesen. Und auch im Handbuch "Soldat 2011", das der Minister gerade an die einrückenden Grundwehrdiener verteilen lasse, steht im Vorwort: "Die allgemeine Wehrpflicht, der entscheidende Faktor zur kontinuierlichen Sicherstellung jenes Personals, das die Abdeckung des gesamten Leistungsspektrums des österreichischen Bundesheeres gewährleistet, ist somit ein Garant für die Sicherheit und Stabilität in unserem Land", zitierte Kapeller den Minister aus dem Vorwort.

Seit diesen Aussagen habe sich die geopolitische Sicherheitslage und auch die geltende Sicherheitsdoktrin nicht geändert. Darabos jedoch habe viele Fronten für das österreichische Bundesheer eröffnet, bedauerte Kapeller und gab zu bedenken: "Wie wird für das nötige Personal ohne Grundwehrdiener gesorgt? Wie soll das gleiche Leistungsspektrum ohne Wehrdienst gewährleistet werden? Wer garantiert die Sicherheit und Stabilität Österreichs?"

Kapeller möchte daher die Wehrpflicht nicht abschaffen, sondern attraktiver machen: "Schaffen wir für die jungen Männer einen Mehrwert. Bilden wir sie zu Katastrophenschützern aus, zu Rettern, zu Helfern und auch zu Soldaten. Lassen wir sie im Grundwehrdienst den Pflichtschulabschluss nachholen oder einen notwendigen Lehrabschluss machen. Das wären Modelle, die angedacht werden könnten." (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003