Seniorenbund Frauen-Offensive: Einkommensbenachteiligungen endlich ausgleichen!

Mit Zwangspensionierungen kann man eben keine Gleichberechtigung erreichen!

Wien (OTS) - "Wenn man Frauen ein um 5 Jahre niedrigeres gesetzliches Pensionsantrittsalter gewährt, kann man damit die lebenslangen Einkommensnachteile wettmachen? Nein, sagen wir Seniorenvertreterinnen deutlich! Denn damit werden jene Frauen zusätzlich benachteiligt, die länger arbeiten können und wollen", erklärt Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat.

Zwangspensionierung mit 60: Noch weniger Einkommen, noch weniger Pension!

"Durch die nach wie vor üblichen Zwangspensionierungen werden diese Frauen der Chance beraubt, noch 5 Jahre über ein besseres Einkommen zu verfügen (Letzteinkommen immer höher als Pension). Und es beraubt sie der Chance auf eine höhere Pension (5 Jahre mehr Beitragszeiten, noch dazu zum üblicherweise besten Einkommen des Lebens fehlen bei der Pensionsbemessung). Deshalb müssen wir alle Frauen, die auch mit 60 ihren Job behalten wollen, tatkräftig unterstützen", so Aubauer weiter.

Freiwilligkeit ist kein Zwang!

"Frauen sollten die Wahlmöglichkeit haben, in Pension zu gehen oder im Job zu bleiben. Konkret sollten Frauen, die auch nach 60 noch arbeiten wollen, rechtsverbindlich die Möglichkeit haben, ihr gesetzliches Antrittsalter selbst hinauf zu setzen. Zusätzlich sollte gemeinsam mit Experten über eine raschere Anpassung des Frauenpensionsalters an das der Männer diskutiert werden. Dabei ist natürlich Voraussetzung, dass auch geeignete Arbeitsplätze vorhanden sind. Daher bitte keine Panik. Aufgrund der Notwendigkeit einer Verfassungsmehrheit und des Vertrauensschutzes ist ohnehin keine rasend schnelle Veränderung zu erwarten, " ruft die ÖVP-Seniorensprecherin zu mehr Besonnenheit in der Debatte auf.

Weiter offen: Kinderbetreuungszeiten besser und früher anrechnen!

"Die Debatte um Gleichberechtigung der Frauen dreht sich also weiter eher im Kreis, anstatt dass man wirklich sinnvolle Schritte setzt. So verlangt der Seniorenbund seit Jahren, dass die Kinderbetreuungszeiten auch den Frauen über 60 als pensionsbegründende Zeiten angerechnet werden - wodurch auch viele dieser Frauen endlich eine Chance auf eine eigene Pension hätten. Und außerdem sollten diese Zeiten besser angerechnet werden - nämlich bis zu vier Jahre pro Kind, unabhängig davon, in welchem Abstand die Kinder geboren wurden. Das wäre eine echte Verbesserung, eine echte Wiedergutmachung zum Ausgleich der Ungerechtigkeiten", fordert Aubauer abschließend die Umsetzung dieser Maßnahmen ein.

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Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, Tel.: 0650-581-78-82,
skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

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