Binder-Maier: Kreisky war ein wichtiger Wegbereiter für frauenpolitische Anliegen

SPÖ NÖ würdigt den Altbundeskanzler an seinem morgigen 100. Geburtstag

St. Pölten (OTS) - "Ich lege keinen Wert auf Kränze, die die Nachwelt mir flicht. Ich lege keinen Wert auf Denkmäler. Was ich aber gerne hätte, wäre, wenn einmal die Periode, in der ich die politischen Verhältnisse in Österreich beeinflussen konnte, als eine Periode der Einleitung großer Reformen betrachtet wird, die ihre gesellschaftlichen Spuren hinterlassen und eine Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse gebracht haben", formulierte Kreisky einst, als er gefragt wurde, was von seiner Ära bleiben soll. Kreisky habe viele wichtige Reformen durchgeführt, so habe sein Engagement auch die Frauenpolitik geprägt, würdigt die SPÖ NÖ Landesfrauenvorsitzende NRin Gabriele Binder-Maier Altbundeskanzler Bruno Kreisky an seinem morgigen 100. Geburtstag. "Er hat schon Ende der 70er Jahre gegen den Widerstand innerhalb der eigenen Parteigremien und der Opposition zwei Staatssekretariate für Frauenfragen geschaffen und 1990 die erste Frauenministerin eingesetzt. Diese nachhaltigen und visionären Meilensteine bilden die Grundlage für die heutige Frauenpolitik."

Kreisky kämpfte gemeinsam mit Johanna Dohnal für Chancengleichheit und eigene Pensionsansprüche für Frauen, stellt Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe, reformiert das Familienrecht. "Vor allem die Reformen im Straf- und Familienrecht verbesserten die Situation der Frauen in unserer Gesellschaft und passten das Recht an die gesellschaftlichen Entwicklungen an", so Binder-Maier. Weitere Reformen waren die Neugestaltung des Karenzgeldes, so dass jede Arbeitnehmerin darauf Anspruch hatte, die Einführung der Fristenlösung und die erstmalige rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Das Gesetz hob unter anderem die Unterscheidung zwischen Frauen- und Männerlöhnen in den Kollektivverträgen auf. "Die Kreiskyjahre waren eine folgenreiche Zeit für die Frauenpolitik -dennoch sind Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt noch immer nicht gleichgestellt", erklärt Binder-Maier: "Das Schließen der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen ist ein zentrales Anliegen. Dafür ist die beschlossene Einkommenstransparenz in Unternehmen ein wichtiges 'Hilfsmittel'. Nur wenn Frauen - aber auch Männer - wissen, wie viel in einem Betrieb für eine bestimmte Position üblicherweise bezahlt wird, können schon bei der Einstellung gerechtere Löhne und Gehälter vereinbart werden." Frauen verdienen österreichweit mit Pflichtschulabschluss um zwei Euro weniger in der Stunde als Männer. Es müssen dringend die Forderungen der SPÖ NÖ Frauen umgesetzt werden: Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen speziell für Frauen bis zum Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel!

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