FPÖ: Gartelgruber: Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz geht völlig an den Bedürfnissen von Frauen vorbei

Gesetz ist schlechtest möglicher Minimalkonsens von SPÖ und ÖVP

Wien (OTS) - "Die Frauenministerin ist mit ihren vollmundigen Ansagen kläglich gescheitert. Die Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz ist völlig untauglich, um echte Verbesserungen für Frauen im Arbeitsleben zu bringen", erklärt die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber.

Die neue Regelung zur Gehaltsoffenlegung sei ein unbrauchbares Mittel, ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen zu bekämpfen. Mit der neuen Regelung werde lediglich mehr Verwaltungsaufwand für die heimischen Betriebe geschaffen. Außerdem würden bis 2014 nur 41 Prozent der Beschäftigten überhaupt durch die Gehaltsoffenlegung erfasst.

Vielfach seien die Gehälter äußerst schwer vergleichbar. So würden Karenzzeiten in der kollektivvertraglich festgelegten Vorrückung nicht berücksichtigt, was berufstätige Mütter schlechter stelle. "Es muss in der Autonomie der Unternehmer verbleiben, bessere Leistung auch zu honorieren. Es ist einfach unsinnig, pauschale 'Fraueneinkommen' mit pauschalen 'Männereinkommen' zu vergleichen", meint Gartelgruber. Vordienstzeiten, die tatsächliche Tätigkeit im Betrieb, Zusatzqualifikationen etc. seien bei der Gehaltsbemessung ebenfalls zu berücksichtigen.

Es gebe wesentlich bessere Möglichkeiten, echte Ungleichheiten aufzuzeigen und zu beseitigen wie etwa die Aufwertung der Teilzeit, das Einbrechnen von Kinderbetreuungszeiten in kolletivvertraglichen Vorrückungen oder auch, die Statistik Austria zu beauftragen, zusätzliche Parameter abzufragen, um die Einkommen tatsächlich vergleichbar zu machen. "Wären Rot und Schwarz wirklich an einer Verbesserung der Situation der Frauen in Österreich interessiert, hätten sie unsere diesbezüglichen Vorschläge längst aufgegriffen", stellt Gartelgruber fest.

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