ÖH BOKU: Regierung hat keine Ahnung von Unis!

Der aktuelle Vorschlag zur Studieneingangsphase ist ohne Chaos nicht umsetzbar. Der Unizugang wird zum Hürdenlauf.

Wien (OTS) - "Wir sind fassungslos. Die Hoffnung, die Bundesregierung würde endlich auf die Bedenken vieler Fachleute, Lehrenden und
Studierenden eingehen, ist mit dem neuen Entwurf zur Studieneingangsphase blankem Entsetzen gewichen. Die Ministerinnen Karl und Schmied entlarven deren Unkenntnis über das System Universität", ist Christoph Kutzer, vom Vorsitzteam der ÖH BOKU empört.

Ohne Konzept wird eine verpflichtende Studienberatung gesetzlich vorgeschrieben. Seit Jahren bietet die ÖH diese Hilfe an. Von einem bundesweit lückenlosen Angebot kann aber, mangels ausreichender finanzieller Unterstützung, nicht gesprochen werden. Eine flächendeckende und sinnvolle Beratung existiert daher nicht. Die jetzt geforderte Inanspruchnahme einer Studienberatung verkommt daher zu einer bürokratischen Hürde, hinter der sich nicht mehr als ein Stempel im Sammelpass versteckt.

"Es wäre wichtig, ein durchdachtes System der EinsteigerInnenberatung auf die Beine zu stellen. Dieser Schnellschuss und die mehr als unnötige Werbeinitiative "MINT" zeigen, dass die Bundesregierung nicht an ehrlicher Information, sondern nur an medienwirksamer, populistischer Werbung interessiert ist", so Martin Schott, vom Vorsitzteam der ÖH BOKU.

Bezeichnend ist auch die Beschränkung der Prüfungstermine in der Eingangsphase, von normalerweise mindestens vier auf maximal zwei, welche die wahren Interessen der Bundesregierung an einer radikalen Verringerung der StudienanfängerInnenzahl klar macht. Die jungen Menschen werden der Willkür der Universitäten ausgesetzt, die Eingangsphasen verkommen zum plumpen Rausprüfen mittels Knock-Out-Tests. Wer den Zugang zu Bildung beschränkt, beraubt Österreich der geistigen Grundlage für eine erfolgreiche Zukunftsentwicklung. Die Verantwortung dafür tragen ÖVP und SPÖ.

"Im Jänner so einen Murks auf den Tisch zu werfen zeugt vom Unverständnis inneruniversitärer Abläufe und Fristen. Die überhastete Umstellung aller Studienpläne wird Chaos auslösen. Wieder stellt sich die Bundesregierung selbst ein Armutszeugnis aus. Aus diesen Gründen fordern wir die gescheiterten Ministerinnen Karl (ÖVP) und Schmied (SPÖ) zum Rücktritt auf!", schließt Florian Kritsch, vom Vorsitzteam der ÖH BOKU.

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