SP-Woller ad FP-Meyer: Freiheitliche Anwürfe strotzen vor Inkompetenz

Wien (OTS/SPW-K) - Die Aussendung von der neuen FP-Gemeinderätin Meyer ist nur als Versuch zu werten, sich erstmals am Thema Kultur abzuarbeiten", stellt der Kultursprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Ernst Woller fest, "Insgesamt ist ihr Text aber nur eine Ansammlung von Unkenntnis und Untergriffen. Zur FPÖ generell ist zu bemerken, dass eine Partei, die sich das gegenwärtige kulturelle Klima Ungarns für Wien und Österreich wünscht, jeglichen Anspruch verloren hat, sich über einzelne Kulturinstitutionen zu äußern."

Selbstverständlich nehme die Stadt Wien Kontrollamtsberichte immer ernst und arbeite an berechtigten Kritikpunkten. "Das ändert aber nichts daran, dass der Kontrollamtsbericht teilweise künstlerische Leiter in den Theatern betrifft, die nicht mehr im Amt sind", sagt Woller, "Außerdem stimmen die Zahlen teilweise auch nicht mit der realen Situation überein. Es stimmt zwar, dass die Abonnement-Verkäufe im Haupthaus des Volkstheaters zurückgegangen sind, dafür sind die Besuchszahlen im gesamten Volkstheater aber gestiegen. Die Einnahmen konnten unter der Direktion Schottenberg um 18 Prozent gesteigert werden. Das Publikumsinteresse ist also gestiegen. Auch wenn weniger Abos verkauft wurden, sind die Zahlen im freien Verkauf angestiegen. Diese Tatsache ist ein hervorragendes Zeichen für die künstlerische Qualität eines Theaters."

"Frau Meyers Vorwurf einer ideologischen Programmgestaltung ist natürlich ein Ergebnis der Optik: Von der untersten rechten Ecke aus betrachtet schauen die Welt, und insbesondere die Kulturwelt, natürlich verzerrt aus", sagt der SPÖ-Politiker. Tatsächlich biete das Volkstheater Volkstheater im besten Wortsinne: "In diesem Haus gelingt es, Klassiker wie Raimund oder Nestroy in die Gegenwart zu holen. Meyers Vorwürfe sind lächerlich", stellt Woller klar.

Tatsache sei auch, dass das Volkstheater vergleichsweise sogar unterdotiert sei. "Wenn man sich etwa das Burgtheater anschaut, dann muss das Volkstheater im direkten Vergleich mit viel weniger Geld auskommen. Das liegt vor allem daran, dass ein großer Teil der Subventionen für das Volkstheater in den vergangenen Jahren vom Bund eingefroren worden ist", erklärt Woller, "Aber mit solchen Feinheiten setzt sich Frau Meyer offenbar nicht auseinander, hier geht es nur um parteipolitische Stimmungsmache der übelsten Sorte." (Schluss)

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