Erster Kongress der Gesundheitsberufe im Zeichen von Qualität und Patientensicherheit 2

Stöger: Vereinheitlichung bei Spitalsgesetzen

Wien (OTS) - Gesundheitsminister Alois Stöger sprach sich erneut für eine Vereinheitlichung der Spitalsgesetze aus. "Wenn wir in der Gesundheitspolitik etwas weiterbringen wollen, müssen wir alle an einem Strang ziehen. Planung, Steuerung und Finanzierung im Gesundheitssystem müssen in eine Hand gelegt werden. Dazu gehört auch die Vereinheitlichung der Krankenanstaltengesetze, von denen wir derzeit zehn haben. Bis zum Jahr 2014 soll diese Reform umgesetzt werden", kündigte Stöger an. Das Geld, das im Gesundheitssystem zur Verfügung stehe, müsse sinnvoll eingesetzt werden; dazu sei eine Einigung auf gemeinsame Kriterien notwendig. Im Interesse der Patientinnen und Patienten müsse die Transparenz im Gesundheitswesen massiv erhöht werden, forderte Stöger. Natürlich sei auch Qualität ein zentrales Thema. Stöger: "Ich will bei der Qualität im Gesundheitswesen sowie bei der Ausbildung der einzelnen Gesundheitsberufe keine Kompromisse machen, sondern sie im Gegenteil weiter optimieren." Dazu gehöre auch die Möglichkeit für alle Gesundheitsberufe, sich beruflich weiterentwickeln zu können, und auch eine Akademisierung durch Fachhochschulen beispielsweise bei Pflegeberufen sei ein interessanter Zugang zu mehr Qualität.

Aigner: Google-Kenntnisse für Patientenversorgung nicht ausreichend

Die Gesundheitspolitik müsse ökonomische Rahmenbedingungen mitbedenken; es sei dabei aber wünschenswert, dies in die Hände von Expertinnen und Experten zu legen anstatt die Planung der Wirtschaft zu überlassen, erklärte der Sektionschef im Gesundheitsministerium, Gerhard Aigner. Auch im Hinblick auf die gewerblichen Berufe zeigte sich Aigner auf einer Linie mit den Gesundheitsberufen: "Es soll nicht jemand am Patienten arbeiten, der seine Kenntnisse via Google erworben hat", sprach sich der Sektionschef für Qualität aus. Eine Aufwertung brauche es auch bei der Behandlung psychischer Erkrankungen. Hinsichtlich der Abrechnung klinisch-psychologischer Therapien mit der Krankenkasse liege der Ball ganz klar bei den Krankenversicherungsträgern, hielt Aigner fest. (Schluss) sl

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