AK: Bessere Arbeitsbedingungen für Gesundheitsberufe

Tag der Gesundheitsberufe: AK-Vizepräsidentin Lehner fordert Sozialmilliarde und Pflegefonds

Wien (OTS) - Mit einem Appell zur besseren Ausstattung der Gesundheitsberufe hat die AK Vizepräsidentin und stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft VIDA, Renate Lehner, den Tag der Gesundheitsberufe in der AK Wien eröffnet. "Im Gesundheitswesen stehen wir in den nächsten 30 Jahren vor den größten Zuwachsraten bei der Nachfrage nach Pflege- und medizinischer Versorgung. Gleichzeitig steht das Gesundheitswesen unter ständigem Sparzwang. Hinzu kommt ein jetzt schon deutlicher Mangel an qualifizierten Fachkräften", warnte Lehner. Schon jetzt sei die Altersstruktur der Beschäftigten in der Pflege hoch, fast jeder Dritte Beschäftigte in der Pflege klage einer AK Studie zufolge über Überlastung und Burnout. "Deshalb fordern Arbeiterkammer und ÖGB die Bildungs- und Sozialmilliarde: Mit einer Milliarde Investitionen in die Pflege und in die Kinderbetreuung und Schulen könnten weitere Stellen geschaffen werden, die schon jetzt dringend gebraucht werden", so Lehner. Außerdem solle ein Pflegefonds geschaffen werden, um die wachsenden Kosten der Pflege auszugleichen.

Lehner warnte ausdrücklich vor der zunehmenden Privatisierung im Gesundheitswesen. 268 öffentlichen Einrichtungen stehen über 1150 private Anbieter von Spital- und Pflegeeinrichtungen gegenüber. "Vor allem im häuslichen Bereich, aber immer mehr auch in Pflegeeinrichtungen werden unqualifizierte Hilfskräfte mit Kompetenzen ausgestattet, um den gesetzlichen Auftrag erfüllen zu können", so Lehner weiter.

"Die Zukunft der Gesundheitsberufe ist ein Zukunftsthema für alle und ein zentrales Thema für AK und ÖGB", so Lehner weiter. Deshalb haben AK und ÖGB sich am "Tag der Gesundheitsberufe" mit einem eigenen Infopoint und einer Diskussionsveranstaltung in der AK Wien beteiligt. Themen waren die Interessenvertretung der Angehörigen der Gesundheitsberufe durch AK und ÖGB, aber auch die besonderen Belastungen der Ange-hörigen der Gesundheitsberufe etwa durch Überlastung und Burnout.

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