Neugebauer und Süssmuth betonen Rolle des Europarates in Fragen des Minderheitenschutzes

Buchpräsentation "ABC des Minderheitenschutzes" und "Europa - Europäisierung -Europäistik" im Parlament

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Anlässlich der Präsentation der im Böhlau Verlag erschienenen Bücher "ABC des Minderheitenschutzes" von Gabriel Toggenburg und Günther Rautz sowie "Europa - Europäisierung -Europäistik", herausgegeben von Michael Gehler und Silvio Vietta, konnte der Zweite Präsident des Nationalrates Fritz Neugebauer auch die ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süssmuth als Gastrednerin begrüßen. Süssmuth bringe "einen reichen Erfahrungsschatz mit, nicht nur in ihrer Funktion als ehemalige Ministerin und langjährige Bundestagspräsidentin, sondern auch im Zuge ihres Engagements bei der UNO und der OSZE, insbesondere in Fragen der Zuwanderung und Integration" betonte der Zweite Präsident.

Die beiden vorgelegten Bücher "beschäftigen sich auf unterschiedlichste Weise mit der Vielfalt Europas. "ABC des Minderheitenschutzes" ist von höchster Aktualität und gibt in anschaulicher und sehr lebendig formulierten Weise einen klaren Überblick über zentrale Themen des Minderheitenschutzes in Europa" unterstrich der Zweite Präsident. Toggenburg und Rautz zeigten auf, "welchen Stellenwert Europa den Minderheiten in ihren Mitgliedsstaaten einräumt und welche Problemstellungen es in den einzelnen Ländern gibt." Das Buch von Gehler und Vietta beschäftigt sich insbesondere mit der "Definition und der Wahrnehmung von Europa und versammelt eine Reihe verschiedener Aspekte der Europaforschung und Befassung mit europäischen Integration und dem europäischen Kulturraum als historischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive", so Neugebauer.

Süssmuth richtete einen Appell an die Abgeordneten, sich mit dem Thema Minderheitenschutz stärker zu befassen und forderte insgesamt ein, dem Europarat als Institution, die sich insbesondere um Minderheiten, Sprachförderung, Menschenrechte und kulturelle Fragen kümmert und immerhin 47 Mitglieder hat, mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Aber auch die Mitgliedsstaaten der EU sollten sich mehr als bisher als Anwälte der Minderheiten verstehen. "Informieren Sie sich, wie es in Europa aussieht" appellierte Süssmuth, "so bringen wir gesellschaftliche Vielfalt und Einheit in eine versöhnliche Symbiose".

Auch Neugebauer als Mitglied der parlamentarischen Versammlung des Europarates betonte abschließend die zentrale Rolle des Europarates, da dort "die Auseinandersetzung zwischen einzelnen Minderheiten auf argumentativer Ebene geführt werden kann."

Toggenburg und Rautz gingen in ihrer Präsentation insbesondere darauf ein, dass das Buch an der "Schnittstelle von Wissenschaft und Politikberatung" angesiedelt und als "Schaufenster" über Minderheitenpolitk in Europa dienen solle. Gehler gab einen Überblick über den Stand der Forschungsarbeiten zum Thema und betonte, dass die Europäistik als Europawissenschaft eingebettet in die den historischen Integrationsprozess aber weit über die EU hinausgehe. (Schluss)

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