ÖBB: Stark im Winterchaos - fit für neuen Schnee

Top-Pünktlichkeitswerte zeigen: Winterfit-Programm machen ÖBB besser im Schnee

Wien (OTS) - Der nächste Frost und Schnee ist da - und die ÖBB dafür gerüstet.

Weißer Dezember: Fast 94 Prozent Pünktlichkeit im Nahverkehr - Jänner fängt gut an
Während die letzte Schnee-Welle im Dezember des Vorjahres den Verkehr in ganz Europa lahm gelegt hat - in der Luft, auf der Straße und teils auch auf der Schiene - erzielten die ÖBB im Nahverkehr ein vergleichsweise sehr gutes Ergebnis von 93,7 Prozent im Nahverkehr (bei einem Jahresdurchschnittswert von 95,2 Prozent) und von 71,8 Prozent im Fernverkehr (Jahresdurchschnitt: 75,7 Prozent).

Fast 94 Prozent Pünktlichkeit im Nahverkehr im Dezember heißt, dass rund 4.200 Züge und damit rund 500.000 Fahrgäste täglich pünktlich ans Ziel gekommen sind - trotz Schnee, Frost und Wind. Im Fernverkehr betrug die Pünktlichkeit im Dezember 71,8 Prozent - rund 39.000 Verspätungsminuten waren auf verspätete Grenzübergaben zurückzuführen, die im Dezember die Hauptursache für Verspätungen waren. Ohne diese ergäbe die Fernverkehrs-Pünktlichkeit hochgerechnet einen Wert von knapp über 80 Prozent.

Spitzenwerte im Jänner gab es bisher mit 89,7 Prozent im Fernverkehr und 97,9 Prozent im Nahverkehr - auch angesichts des bisher milden Jänners ein Spitzenwert.

Winterfit-Programm: Warnsystem, Weichenheizungen an den Hauptstrecken, Task Force Winter
Die ÖBB setzen auf ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um im Winter gerüstet zu sein:

  • Hohe Investitionen in Personal und Anlagen, um im Winter gerüstet zu sein.
  • Die ÖBB verfügen seit einigen Jahren über ein sehr genaues Wetter Vorwarnsystem (Schneehöhe, Wind, Temperatur). Dementsprechend werden die Bereitschaften organisiert und das Personal gegebenenfalls mobilisiert.
  • Speziell im städtischen Ballungsbereich, etwa bei der Wiener S-Bahn, ebenso aber an den Hauptgleisen der wichtigsten Achsen, verfügen die ÖBB über nahezu 100 Prozent Weichenheizungen sehr hoher Qualität. Österreichweit sind über 10.000 Weichen mit Weichenheizungen ausgestattet - von rund 15.000 Weichen insgesamt.
  • Seit etwa einem Jahr gibt es eine Taskforce "Anlagenverfügbarkeit Winter", die während des Winters Schwachstellen analysiert, Verbesserungen überlegt und vor Beginn der nächsten Wintersaison diese einbringt bzw. umsetzt (z.B. wo ist es sinnvoll/notwendig, zusätzliche Weichenheizungen anzubringen, wo müssen zusätzliche Überprüfungen von Anlagen vorgenommen werden usw.)
  • Wenn Wind, Kälte und Schnee zusammentreffen und besonders wichtige Weichenverbindungen lahmzulegen drohen, können Fahrdienstleiter über eine spezielle Taste - eine Art "Flugschneetaste" -kurzzeitig einen hohen Energieschub auf die Weiche bringen und so den Schnee schneller zum Schmelzen bringen. Nachdem der Flugschnee die Berliner S-Bahn lahmgelegt hatte, bekam diese Technik in deutschen Medienberichten den anerkennenden Titel "Turbo-Taste".
  • Die ÖBB arbeiten an der permanenten Weiterentwicklung der Wintertauglichkeit aller relevanter Eisenbahnanlagen
  • Es gibt genau festgelegte Eskalationsstufen und daraus resultierende Weichen- und Streckenpriorisierungen zur Betriebsabwicklung

Grundsätzlich ist es so, dass eine 100%ige Störungsfreiheit im Winter beim Zusammentreffen von Schnee, Eis und Kälte nicht möglich ist. Aber die ÖBB haben sich bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet. Im Störungsfall stehen alle verfügbaren Mitarbeiter im Einsatz, um diese so rasch wie möglich zu beheben - und Weichen gegebenenfalls auch händisch zu stellen.

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