FP-Meyer: Wiener Theater - Verschwender unter sich

Schockierende Bilanzen, Häuser spielen gegen ihr Publikum

Wien (OTS/fpd) - Der jüngste Bericht des Wiener Kontrollamtes zu den Wiener Theatern bestätigt, was für Kulturfreunde seit Jahren ein Ärgernis darstellt. Die sozialistische Wiener Stadtverwaltung fördert mit Millionen Subventionen renommierte Wiener Bühnen, die heute nicht mehr für sondern gegen das Publikum spielen. Das Ergebnis ist ein stetiger Rückgang an Besuchern und immer höhere Millionenunterstützung für Theater mit ideologischer Schlagseite, kritisiert die Gemeinderätin der FPÖ-Wien, LAbg. Ute Meyer. Das muss endlich Konsequenzen haben.

Jetzt zeigt sich, dass der rote Stern am Volkstheater tatsächlich eine ideologische Ausrichtung symbolisiert, die von den Wienerinnen und Wienern nicht angenommen wird. So wurde nachgewiesen, dass die berühmte Sprechbühne an der 2er-Linie, das ehemalige Deutsche Volkstheater in der Direktion Schottenberg mehr als ein Drittel seiner Abonnenten verloren hat. Wenn Theaterdirektoren der Meinung sind, ihre Bühne als ideologische Speerspitze verwenden zu können, sind sie fehl am Platz, sagt Meyer. Mit zusätzlichen Studiobühnen, neuen Spielräumen und Sonderaufführungen, die mit dem herkömmlichen Theater nichts zu tun haben, wird das finanzielle Desaster noch größer.

Es kann nicht alles unter dem Deckmantel der künstlerischen Freiheit geschehen, so Meyer. Ein Theaterleiter ist auch wirtschaftlich für den Erfolg seines Hauses verantwortlich, wie jeder Leiter eines anderen Betriebes. Schon Max Reinhardt wusste: "Der entscheidende Theaterdramaturg ist der Kassier". Jeder künstlerische Leiter ist also an seinem Erfolg zu messen. Es steht allerdings zu befürchten, dass nun mit der neuen rot-grünen Koalition im Rathaus das finanzielle Füllhorn über die politischen Theaterleiter weiter ausgeschüttet wird.

Aber auch andere Wiener Bühnen wie das Schauspielhaus oder das Metropol sind in argen Finanznöten. Subventionen ohne Prüfung der Erfolgsbilanzen sollten in Zukunft nicht mehr stattfinden können, fordert Meyer. Denn mit dem Rückgang der Besucherzahlen steigen die finanziellen Zuschüsse ins Uferlose. Das ist dem Steuerzahler in der gegenwärtigen schwierigen Wirtschaftssituation nicht mehr zuzumuten.

Dieser Gießkannenpolitik muss ein Ende bereitet werden. Überhaupt scheinen manche Dinge im Bereich von Kulturstadtrat Mailath-Pokorny völlig außer Kontrolle zu geraten. Fassungslos muss die Öffentlichkeit zur Kenntnis nehmen, dass im Wiener Stadtarchiv Originalnoten von Johann Strauss verschwunden sind. Dafür scheint niemand zuständig zu sein. Ermittlungen betreffend möglicher Täterschaft wurden ergebnislos eingestellt. Dies ist ein Skandal zu Lasten der Wiener Kulturfreunde und der sozialistischen Stadtverwaltung. "Die FPÖ wird nicht locker lassen und bis zur Klärung der merkwürdigen Umstände im Bereich des Wiener Stadtarchives immer wieder restlose Aufklärung verlangen, kündigt Meyer abschließend an. (Schluss) hn

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