Grüne Wien/Pilz: Errichtung einer NÖ Privatuni darf nicht auf Kosten des Wiener AKH gehen

Wien (OTS) - "Die Errichtung einer medizinischen Privatuniversität in Niederösterreich darf nicht auf Kosten des Wiener AKH gehen" kritisiert die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz, die Beteiligung der Medizinischen Universität Wien (MUW) an der von LH Pröll angekündigten Privatuniversität für Gesundheits-wissenschaften.

Laut Aussagen des Rektors der MUW, Prof. Schütz, sollen die Lehrenden an der neuen Privatuniversität in Krems in erster Linie von den beteiligten Gesellschaftern (TU-Wien, Donau Uni Krems und MUW) gestellt werden. "Es ist unakzeptabel und fahrlässig, die Ärzteschaft im AKH zu animieren, noch zusätzliche Aktivitäten außer Haus zu übernehmen", kritisiert Pilz. Es ist nämlich davon auszugehen, dass die beiden anderen Gesellschafter kaum einschlägiges Lehrpersonal aufbieten können. Schon jetzt steht die Versorgung der PatientInnen im AKH aber in Konkurrenz zu Privatinteressen vieler ÄrztInnen, wie die Tätigkeit in Privatordinationen oder die Behandlungen in Privatspitälern. "Statt hier endlich für Transparenz und rigide Beschränkung dieser außerhäuslichen Engagements zu sorgen, eröffnet der Rektor noch weitere private Betätigungsfelder zu Lasten des AKH. Wissenschaftsministerin Beatrix Karl als das politisch zuständige Regierungsmitglied, ist daher dringend aufgefordert, hier ordnend einzugreifen", betont Pilz. Offensichtlich wird die Autonomie, die den Universitäten eingeräumt ist, hier nicht verantwortungsvoll wahrgenommen. "Es ist die Aufgabe der Wissenschaftsministerin, klare Dienstpflichten und transparente Nebenbeschäftigungsregelungen für die Ärzteschaft der MUW zu erlassen. Es muss sichergestellt sein, dass der Kernaufgabe in der medizinischen Versorgung, sowie der Forschung und Lehre im Wiener Zentralkrankenhaus uneingeschränkt Priorität eingeräumt wird", so Pilz abschließend.

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