Volkstheater streicht Premiere, führt Schließtage ein

Trotz ausverkauftem Haus

Wien (OTS) - Das Wiener Volkstheater muss in der nächsten Saison eine Premiere einsparen und erstmals Schließtage einführen. Das erklären die Direktoren Michael Schottenberg und Franz Salzmann in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe. Konkret geht es um die von Schottenberg eingeführte neunte Premiere im Frühsommer und um sieben Schließtage, um akzeptable Probenbedingungen herbeizuführen.

Zwar ist man derzeit mit Raimunds "Alpenkönig und Menschenfeind" ständig ausverkauft und hat die Einnahmen zuletzt um 18 Prozent gesteigert. Doch macht die finanzielle Minderausstattung zunehmende Probleme. Seit der Bund anno 2000 den mit der Stadt vereinbarten Schlüssel der Subventionierung für ungültig erklärte und die Zuwendung massiv kürzte, musste das Haus 10 Millionen Euro aus eigener Kraft einsparen, wenn man Kollektivverträge und Inflation einrechnet. Eine neuerliche Kürzung kam auf Grund eines fiktiven neuen Kulissentrakts zustande, der zu mehr Repertoirevielfalt und höheren Einnahmen führen sollte. Allerdings liegen weder die erforderlichen zwei Millionen Euro noch die Zustimmung des Bundesdenkmalamtes vor.

Neuerlich weist die Direktion den vom Rechnungshof beanstandeten Rückgang der Abonnements um 39 Prozent zurück: Man habe willkürlich die Außenbezirke-Tournee nicht mitgerechnet.

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